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Die neue eduQua-Norm hat sich bewährt

  • 04.08.2017

Über 90 Prozent der eduQua-zertifizierten Weiterbildungsanbieter sind mit dem Label und dem Zertifizierungsverfahren zufrieden. Dies ergibt die jüngste Befragung der eduQua-Geschäftsstelle, an welcher im Frühjahr 445 Personen teilgenommen haben. Als grösste Herausforderung für die Qualitätssicherung sehen die meisten den dafür notwendigen Aufwand – sowohl heute als auch in Zukunft.

Seit 17 Jahren sorgt eduQua für Qualität in der Weiterbildung. Vor 5 Jahren fand eine grundsätzliche Überarbeitung der Norm des Labels statt. Höchste Zeit also, bei den Anbietern nachzufragen, wie zufrieden sie mit diesen Neuerungen sind. Das Resultat der Umfrage zeigt eine sehr hohe Zustimmung. Dabei fällt auf, dass die Zufriedenheit sowohl in Bezug auf das Label als auch auf den Zertifizierungsprozess bei den kleinen Anbietern am grössten ist . Damit wird die wichtigste Norm-Änderung bekräftigt: die Anpassung des Verfahrens an die Grösse der Anbieter mit drei Verfahren A, B und C. Dadurch wollte man insbesondere kleinen Institutionen entgegenkommen. Dies ist gemessen an den Resultaten gelungen.

Nutzen und Herausforderungen

Die Anbieter investieren Zeit und Ressourcen in eine Zertifizierung. Die hohe Zufriedenheit mit dem Label lässt aber darauf schliessen, dass der Nutzen von eduQua diesen Aufwand überwiegt. Die aktuelle Studie zeigt, dass die zertifizierten Institutionen diesen Nutzen vor allem anbieterintern wahrnehmen. Die Befragten attestieren eduQua einen positiven Einfluss auf die Evaluation des Angebots, die internen Organisationsprozesse und die generelle Auseinandersetzung mit dem Thema Qualität attestiert.

Dennoch sind die Ressourcen, die für die Qualitätssicherung nötig sind, für die Weiterbildungsanbieter ein wichtiges Thema. Diese gering zu halten und dennoch ein qualitativ hochstehendes Angebot zu gewährleisten, ist auch für die nahe Zukunft die meist genannte Herausforderung. Externe Einflüsse wie zum Beispiel das allgegenwärtige Thema der Digitalisierung wurden nur selten als Hürde genannt. Diese sehr praxisbezogene Herausforderung ist eine Chance für eduQua. Hier kann die Geschäftsstelle ansetzen und die Institutionen dabei unterstützen, den Aufwand tief zu halten.

 

Grunddaten zur Studie
Von 922 angeschriebenen eduQua-zertifizierten Institutionen haben 445 Personen an der Umfrage teilgenommen. Die Umfrage fand im März 2017 statt und wurde vom SVEB durchgeführt und ausgewertet. Die Befragten lassen sich in folgende Unterkategorien einteilen:
Regionen: Deutschschweiz 54%, Romandie 38%, Tessin 8%
Grösse der Anbieter: Verfahren A (weniger als 25'000 Teilnehmerlektionen) 58%, Verfahren B (25'000 bis 100'000) 21%, Verfahren C (über 100'000) 9%, Keine Angaben 12%
Funktionen: Geschäftsleitung 65%, Mittleres Kader 19%, Mitarbeitende 6%, Keine Angaben 10%