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Eine Säule 3w für Weiterbildungen

  • 01.11.2017

Wer für eine Weiterbildung Geld auf die Seite legen möchte, soll dies von den Steuern absetzen können, ähnlich wie für die Altersvorsorge. Diese Idee liegt dem Postulat der Berner Grünliberalen Kathrin Bertschy und vier Mitunterzeichnern zugrunde. In ihrem Postulat velangen sie, der Bundesrat solle mögliche Umsetzungsvarianten einer zeitlich befristeten und betragsmässig begrenzten Steuerbefreiung zur Ermöglichung einer privat finanzierten Weiterbildung prüfen.

Bertschy schwebt dabei eine Säule 3w für Weiterbildungen vor. Damit soll die Weiterbildung analog zur Altersvorsorge in der Säule 3a unterstützt werden.

In ihrem Postulat schlägt sie vor, dass alle Personen im erwerbsfähigen Alter jährlich einen bestimmten Betrag auf ein Säule-3w-Konto einzahlen können. Das eingezahlte Geld dürfe dann für Weiterbildungen und die Lebenshaltungskosten während einer Umschulungsphase bezogen werden.

Begründet wird der Vorstoss damit, dass es heute oft nicht mehr ausreiche, die klassischen Bildungswege zu durchlaufen, will man auf dem Arbeitsmarkt bestehen. Organisatorische und finanzielle Schranken für Umschulung und Weiterbildung sollen deshalb abgebaut werden. Das Postulat ist noch hängig. (RS)

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