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Meilenstein für die Stärkung der Grundkompetenzen von Arbeitnehmenden

  • 08.11.2017

Der Bundesrat hat heute einen Förderschwerpunkt für die Weiterbildung von Arbeitnehmenden im Bereich Grundkompetenzen beschlossen. Die Massnahme basiert auf dem Berufsbildungsgesetz und ist auf drei Jahre befristet. Gerechnet wird mit Bundesbeiträgen von insgesamt etwa 13 Mio. Franken.

Der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) begrüsst diesen Schritt und unterstreicht die Wichtigkeit von Weiterbildungsmassnahmen für geringqualifizierte und ältere Arbeitnehmende im Bereich der Grundkompetenzen.

Bereits das Weiterbildungsgesetz, das seit Anfang 2017 in Kraft ist, bietet Bund und Kantonen eine gesetzliche Grundlage sowie finanzielle Mittel für den Ausbau der Förderung des Erhalts und Erwerbs von Grundkompetenzen Erwachsener. Das neue Programm ergänzt die über diese Grundlage getroffenen Massnahmen und bringt wichtige zusätzliche finanzielle Mittel in einen Bereich, der bislang vergleichsweise wenig gefördert wurde.

Förderung auf breiter Basis

Mit dem Fokus auf Arbeitnehmende, namentlich auch auf ältere Personen, sieht der SVEB zudem eine wichtige Forderung erfüllt, um dem Risiko von Arbeitsplatzverlust und Langzeitarbeitslosigkeit von Personen mit mangelnden Grundkenntnissen zu begegnen. Mit dem vom Bundesrat beschlossenen Programm können die Grundkompetenzen von Arbeitnehmenden nun auf einer breiteren Basis gefördert werden.

Dafür steht auch bereits ein erprobtes Modell zur Verfügung. Mit dem GO-Modell hat der SVEB in den vergangenen Jahren ein Konzept der arbeitsplatzorientierten Weiterbildung im Bereich der Grundkompetenzen entwickelt, das in unterschiedlichen Branchen erfolgreich erprobt wurde. Das daraus erarbeitete Dienstleistungsangebot GO-Next steht allen Interessierten zur Verfügung.

Der SVEB erinnert daran, dass in der Schweiz rund 800'000 Erwachsene über ungenügende Lese- und Schreibfähigkeiten verfügen, 400'000 Personen grosse Schwierigkeiten haben, einfache Rechenaufgaben zu lösen und schätzungsweise über eine Millionen Personen über keine oder geringe Kompetenzen im Umgang mit Informations- und Kommunikationstechnologien verfügen. 64 Prozent der Personen mit geringen Grundkompetenzen in der Schweiz sind erwerbstätig. (RS)

Mitteilung des Bundesrats

Neben Lese- und Schreibkompetenzen geht auch um den Anschluss an die digitale Welt. (Bild: Pixabay)