Hauptinhalt

Österreich vergibt Staatspreise für Erwachsenenbildung

  • 20.11.2017

Um besondere Leistungen auf dem Gebiet der Erwachsenenbildung zu würdigen, verleiht das österreichische Bundesministerium für Bildung (BMB) den jährlich einen Staatspreis für Erwachsenenbildung in verschiedenen Kategorien. Am 16. November hat Bildungsministerin Sonja Hammerschmid den Staatspreis 2017 in drei Kategorien vergeben.

Den Preis in der Kategorie "ErwachsenenbildnerIn 2017: Entwicklung durch Bildung" erhielt Dagmar Ranysmayr. Die Theaterpädagogin ist Leiterin und Regisseurin der MigrantInnen-Theatergruppe "Die Fremden". Sie unterstützt die Migrantinnen und Migranten dabei, ihre Geschichten und Themen auf die Bühne zu bringen und ebnet so den Weg für eine erweiterte Form des Austausches und eine Möglichkeit der Teilhabe.

Die Frauenstiftung Steyr wurde in der Kategorie "Themenschwerpunkt 2017: Qualitätsentwicklung" ausgezeichnet. Sie verbindet Wünsche und Fähigkeiten von Frauen mit dem regionalen Arbeitsmarkt. Zur Qualitätssicherung des Validierungsverfahrens hat sie 2017 in Ergänzung zum Ö-Cert, dem Qualitätsrahmen für die Erwachsenenbildung, ein transnationales Peer Review Verfahren umgesetzt, in dem sowohl die Einbeziehung von internationalen Fachleuten als Peers eine wichtige Rolle spielt, als auch die Mitwirkung aller am Qualitätsprozess Beteiligten.

Elke Gruber ist Preisträgerin in der Kategorie "Wissenschaft und Forschung 2017 - Gesamtwerk". Seit den 1980er Jahren in der Erwachsenenbildung tätig, schuf sie den Lehrstuhl für Erwachsenen- und Berufsbildung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt. Seit 2014 ist Elke Gruber Inhaberin des Lehrstuhls für Erwachsenenbildung/Weiterbildung an der Karl-Franzens-Universität Graz. Die Wissenschaftlerin hat in zahlreichen Projekten zur Entwicklung und Professionalisierung der Erwachsenenbildung beigetragen und einen wesentlichen Beitrag zur Erwachsenenbildungs-Forschung geleistet. (RS)