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Unterstützung für die Qualitätssicherung in der HBB

  • 17.07.2017

Die Subventionierung der Vorbereitungskurse für eidg. Prüfungen in der höheren Berufsbildung (HBB) wird ab dem nächsten Jahr neu geregelt. Bis Ende Mai 2017 lief die Vernehmlassung zur dafür nötigen Änderung der Berufsbildungsverordnung (BBV). Die Stellungnahmen zeigen deutlich, dass der SVEB mit seiner Forderung nach einem System zur Qualitätssicherung nicht alleine ist. Die Mehrheit der Kantone sowie Dachverbände aus der Wirtschaft unterstützen dieses Anliegen.

Am 1. Januar 2018 wird sich bei der Subventionierung der Vorbereitungskurse auf eidg. Prüfungen in der HBB einiges ändern. Die Kantonsbeiträge werden durch Bundesbeiträge ersetzt und nicht mehr an die Anbieter der Kurse sondern an deren Absolventinnen und Absolventen ausbezahlt. Subventionsberechtigt sind Kurse, die auf der Meldeliste des SBFI eingetragen sind, ohne dass dafür aber spezifische Qualitätskriterien ausgewiesen werden müssen. Der SVEB kritisiert das Fehlen eines Systems zur Qualitätssicherung in der Verordnung und hat in seiner Vernehmlassungsantwort dezidiert Stellung genommen. In einer Medienmitteilung am 22. Mai 2017 wurde ausführlich darüber informiert.

Unterstützung von Kantonen und Verbänden

Mit dieser Forderung ist der SVEB nicht alleine. Die vom SBFI veröffentlichten Stellungnahmen zeigen, dass die Mehrheit der Kantone ebenfalls fordern, dass Qualitätsstandards gesetzt werden, die subventionierte Kurse erfüllen müssen. Auch die Schweizerische Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) und die Schweizerische Berufsbildungsämter-Konferenz (SBBK) nehmen das Anliegen in ihre Stellungnahmen auf.

Zusätzliche Unterstützung kommt aus der Wirtschaft. Der Schweizerische Arbeitgeberverband (SAV) und der Schweizerische Gewerbeverband (SGV) nehmen das Thema Qualität ebenfalls in ihre Stellungnahmen auf. Der SGV stellt in seiner Vernehmlassungsantwort in Frage, ob die vorgeschlagene Meldeliste die Qualität der Kurse garantieren könne, während der SAV darauf hinweist, dass die Liste in dieser Form kein Garant für Qualität sei. Deutlicher äussern sich der Schweizerische Gewerkschaftsbund und Travail.Suisse. Beide wollen, dass zusätzliche Kriterien definiert werden, damit die Qualität der unterstützten Kurse garantiert wird.

Der SVEB begrüsst diese Stellungnahmen und erwartet, dass der Bundesrat diese bei der Entscheidung im Herbst 2017 entsprechend berücksichtigt.

Lupe
Der SVEB ist nicht alleine mit der Forderung, dass der Bund bei der Qualität in der HBB auch in Zukunft genau hinschauen soll. (Bild: Pixabay)