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Education Permanente

Die «Education Permanente» ist die einzige Fachzeitschrift für Weiterbildung in der Schweiz. Sie stellt in jeder Ausgabe ein Weiterbildungsthema in den Fokus. Hinzu kommen Praxis- und Lesetipps und wichtige bildungspolitische Themen.


Mythen der Weiterbildung

Es vergeht kein Tag, an dem man nicht daran erinnert wird, wie wichtig eine Weiterbildung sei. Nicht eine besondere Weiterbildung, sondern Weiterbildung an sich – Lifelong Learning als Prinzip. So wichtig wie die tägliche Hygiene oder das Zähneputzen. Wer nicht lernt, dem fallen zwar nicht die Zähne aus, aber er fällt aus der Arbeit, aus der Gesellschaft, aus der Welt, so die implizite Drohung. Die Erzählung von Bots, die in HR-Abteilungen die Selektionsarbeit übernehmen und jeden aussortieren, der in den letzten fünf Jahren keine Weiterbildung gemacht hat – irgendeine –, hat den Charakter von apokalyptischen Predigten mittelalterlicher Mönche, die der Menschheit den Zorn Gottes prophezeiten, sollten sie sich nicht an die Gebote und den Ablasshandel halten.

Freilich, wir wollen hier den Wert von Weiterbildung nicht in Abrede stellen. Aber eine Auffassung von Weiterbildung als Versicherungsschutz vor zukünftiger Unbill lässt die Frage völlig offen, welche Weiterbildung denn tatsächlich sinnvoll wäre, welche Weiterbildung wir benötigten, nicht nur, um unsere Employability zu erhalten, sondern um vielleicht auch weiterzukommen, als Mensch, als Bürger.

Weiterbildung kann alles, alles korrigieren, verbessern, optimieren. Etwas, das alles kann, kann oft gar nichts. Vielleicht ist auch das Konzept des Lifelong Learning als Sicherung der Existenz (in einer westlich liberal geprägten Konsum- und Marktgesellschaft) am Ende nur ein Mythos, eine immer und immer wieder repetierte Erzählung, die wir inzwischen als Gewissheit akzeptiert haben.

In dieser Ausgabe der Education Permanente begeben wir uns auf Spurensuche nach Mythen in der Weiterbildung. Wir haben die Autorinnen und Autoren eingeladen, einige für die Erwachsenen- und Weiterbildung konstitutive Mythen mit Blick auf deren Geschichte, ihre Entwicklungskontexte und Widersprüche zu analysieren. Sie waren gebeten, die Entstehungsgeschichten und Entstehungsbedingungen von jenen Mythen kritisch auszuleuchten, die das gegenwärtige Bild von der Erwachsenenbildung und Weiterbildung prägen.

Dabei sollten die Mythen nicht lediglich als «Lügen» oder «Falschaussagen» dechiffriert werden, sondern als Erzählungen, die etwas über die Fremdwahrnehmung respektive das Selbstverständnis der Erwachsenen- und Weiterbildung aussagen.

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Wo man Genuss studiert

Die Università di Scienze Gastronomiche im Piemont will nichts Geringeres als eine neue Gastro-Elite ausbilden. Diese soll nicht nur wissen, was gut auf der Zunge schmeckt, sondern auch gut für die Welt ist.


Karriereschub statt Unterforderung

Sie haben ihre Heimatländer als qualifizierte Berufsfrauen ver­lassen. Doch in der Schweiz müssen sie sich mit Gelegenheitsjobs durchschlagen. Das Projekt ict@migrants von ECAP macht Migrantinnen fit für den Einstieg in die hiesige Informatikbranche.


Die Ausweitung der Zielgruppe als logische Konsequenz

40 Prozent der Erwebstätigen mit Berufsabschluss bilden sich in der Schweiz beruflich nicht weiter. Die Förderstrategien von Bund und Kantonen, die sich bisher fast ausschliesslich auf Geringqualifizierte fokussieren, müssen deshalb erweitert werden. Bernhard Grämiger, SVEB-Direktor, schlägt ein auf drei Punkten beruhendes Förderprogramm vor, das im Rahmen der Berufsbildung 2030 umgesetzt werden kann.


Berufsbildende vor neuen Herausforderungen

Im Leitbild Berufsbildung 2030 werden aktuelle und zukünftige Anforderungen an die berufliche Bildung definiert. Bei der Umsetzung der Strategie sind die Berufsbildenden bzw. Berufsbildungsverantwortlichen entscheidende Akteure. Welche Kompetenzen müssen die Ausbildenden für die kontinuierliche Aus- und Weiterbildung der Berufstätigen erweitern oder neu entwickeln?


Der AdA-Baukasten wird digital

Soll die Weiterbildung die digitalen Möglichkeiten nutzen, müssen dafür die entsprechenden Kompetenzen vorhanden sein. Damit steht das System der Ausbildung der Ausbildenden in der Pflicht. Mit einer Öffnung für Online-Settings, einem neuen Weiterbildungsmodul sowie der anstehenden Gesamtrevision, sind gleich mehrere Entwicklungen im Gange.


Archiv Education Permanente

    

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