Hauptinhalt

Arbeit statt Sozialhilfe

15. Januar 2017

Die schweizerische Sozialhilfekonferenz SKOS verlangt vom Bund drastische Massnahmen, um Asylsuchende in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) unterstützt die Forderung der SKOS nach vermehrten Investitionen in die Bildung. Der SVEB fordert seinerseits entsprechende Investitionen in die Förderung der Grundkompetenzen, welche die Voraussetzung jeglicher Weiterbildung von Flüchtlingen darstellt.    

Ohne Grundkenntnisse keine Integration

Ohne sprachliche Grundkenntnisse, aber auch ohne grundlegende Mathematik - und IT-Kenntnisse, wird es keine Integration von Flüchtlingen in den hiesigen Arbeitsmarkt geben. Sie bilden die Grundlage weiterer Integrationsanstrengungen. Der SVEB schliesst sich deshalb der Forderung der SKOS nach einer aktiven Rolle des Bundes und einem deutlich stärkeren finanziellen Engagement an.

Er unterstützt ebenfalls die Forderung nach einer Intensivierung in die Berufsbildung und fordert die Schaffung erwachsenengerechter Formen der Aus- und Weiterbildung bis hin zum Berufsabschluss für Flüchtlinge. Nur so könne eine effektive Integration und das Herausführen der Personen mit Bleiberecht (rund 70’000 seit 2010) aus der Sozialhilfe erreicht werden, betont SVEB-Direktor Bernhard Grämiger.

Das Weiterbildungsgesetz nutzen

Der SVEB verweist indes auch auf das neue Weiterbildungsgesetz. Dieses ist seit dem 1. Januar in Kraft. Es verlangt von Bund und Kantonen die Förderung der Grundkompetenzen und ist somit auch im Kontext der starken Zuwanderung zu sehen. In der Pflicht, mit geeigneten Programmen die Bedürfnisse aufzufangen, sind jetzt die Kantone.

Ihnen stehen Mittel des Bundes zur Verfügung, sofern sie eigene Programme zur Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener lancieren. Die Frist, eine Absichtserklärung beim Bund zu deponieren, läuft Ende April ab. Bereits jetzt ist absehbar, dass nicht alle Kantone die Gelegenheit wahrnehmen werden. Ein Verzicht, dieses Geld abzuholen, wäre auch vor dem Hintergrund der Einwanderung ein Skandal, sagt SVEB-Direktor Bernhard Grämiger.