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Agiles Qualitätsmanagement in Weiterbildungsorganisationen?

  • 29.10.2019

Klassisches Qualitätsmanagement stützt sich auf Betriebsstrukturen, die durch stabile Prozessorganisationen geprägt sind, und hat damit häufig den Charakter eines Stabilitätsmanagements. In einer Zeit von zunehmend agilen Organisationsstrukturen – neben und anstelle von Unternehmensprozessen – entsteht auch der Ruf nach einem agilen Qualitätsmanagement, das auf die Balance von Stabilität und Veränderung ausgerichtet ist.

Ueli Bürgi, Geschäftsstellenleiter eduQua, Leiter Qualität in der Weiterbildung

Dies postulieren ganz aktuell Benedikt Sommerhof und Olaf Walter in ihrem neuen Buch zum Thema. Sie beschreiben die vier Paradigmen des agilen Qualitätsmanagements, die in den letzten Jahren von der Deutschen Gesellschaft für Qualität DGQ entwickelt wurden. Die beiden Autoren gehen von den grundlegenden Transformationen und den starken Innovations- und Veränderungsdynamiken aus, mit denen Unternehmen in allen Branchen konfrontiert sind.

Implizit wird angenommen, dass sich damit zunehmend agile Organisationsformen durchsetzen. Es scheint plausibel, dass auch das Qualitätsmanagement im aktuellen Umfeld und in veränderten Organisationsstrukturen neu, d.h. agiler ausgerichtet werden muss.

Im Buch werden dementsprechend die wesentlichen Schritte hin zu einem agilen QM sowie eine Fülle von Methoden und Werkzeugen für dessen Umsetzung in der Praxis vorgestellt. Die Autoren legen ein hohes Gewicht auf die Organisation, die Vorgehensweisen und das konkrete Handeln im Qualitätsmanagement.

Zum Beispiel zeigen sie die Rollen im betrieblichen Umfeld einer Qualitätsmanagerin, eines -managers in einer interessanten Matrix auf. Gerne würde man noch etwas mehr über die inhaltliche Ausrichtung des QM in einem agilen Umfeld und die möglichen Veränderungen bei den Qualitätsanforderungen erfahren.

Anspruch auf umfassende Transparenz

Auch im Weiterbildungsmarkt müssen sich die Anbieter mit der digitalen Transformation, dem ständigen Wandel und steigendem Wettbewerbsdruck auseinandersetzen. Der Anspruch auf umfassende Transparenz und die Erfüllung der individuellen Bedürfnisse von Teilnehmenden steigt. Eine hohe Anpassungsfähigkeit beim Angebot und in der Organisationsform sind gefordert.

Dritte nationale Qualitätstagung

An der dritten nationalen Qualitätstagung vom 10. Dezember in Bern geht es um die Frage, wie agil sich die Weiterbildungsorganisationen heute aufstellen sollen, um sich erfolgreich auf die aktuellen Herausforderungen einzustellen. Wie müssen Anbieter in verschiedenen Bereichen ihre Organisationsform und das Management verändern? Im zweiten Teil der Tagung werden Folgerungen für das Qualitätsmanagement und für die Rollen in der Qualitätssicherung erarbeitet.

Es hat noch wenige Plätze frei.

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