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Bundesrat will Corona-bedingte Konkurse verhindern

  • 09.04.2020

Der Bundesrat verlängert einerseits die Massnahmen gegen das Coronavirus bis 26. April. Gleichzeitig endet der Fristenstillstand im Betreibungswesen am 19. April. Corona-bedingte Betreibungen sollen aber vermieden werden.

(RS) Der Bundesrat hat am 8. April eine Verlängerung der Massnahmen gegen das Corona-Virus bis 26. April bekannt gegeben. Damit verlängert sich auch das Verbot von Präsenzunterricht für Weiterbildungsanbieter. Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass die getroffenen Massnahmen viele Weiterbildungsanbieter in eine wirtschaftliche Notlage versetzt. Der SVEB hat sich deshalb mit einem Forderdungskatalog an den Bund gewandt.

Keine Verlängerung des Fristenstillstands bei Betreibungen

Ebenfalls am 8. April hat der Bundesrat angekündigt, den Fristenstillstand im Betreibungswesen nicht zu verlängern. Der Betreibungsstillstand sowie die Gerichtsferien in den Zivil- und Verwaltungsverfahren enden am 19. April um Mitternacht.

Um Corona-bedingte Betreibungen trotzdem nach Möglichkeit zu verhindern, sollen jedoch andere Massnahmen getroffen werden. Wie es in der Mitteilung des Bundesrats heisst, prüfe das EJPD namentlich eine vorübergehende Regelung, wonach Unternehmen bei drohender, Corona-bedingter Überschuldung mit der Konkursanmeldung zuwarten könnten. Dies unter der Voraussetzung, dass eine Überschuldung nach der Krise behoben werden kann.

 

 

Schweizer Franken
Am 19. April endet der Stillstand für Betreibungen. (Bild: Pixabay)