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Bundesrat will Teilnahme an PIAAC prüfen

  • 24.03.2017

In den nächsten Monaten will der Bundesrat abklären, ob eine Teilnahme an der nächsten Runde der PIAAC-Studie sinnvoll ist. PIAAC ist das Pendant zu PISA für die Erhebung der Grundkompetenzen von Erwachsenen.

Bekanntlich beteiligt sich die Schweiz an der von der OECD in Auftrag gegebenen PISA-Studie. Bei PISA handelt es sich um einen internationalen Vergleich von Schülerleistungen in unterschiedlichen Fächern. Ebenfalls von der OECD initiiert ist eine ähnliche Studie, welche die Leistungen von Erwachsenen misst. Dabei handelt es sich um das sogenannte "International Assessment of Adult Competencies" (PIAAC). Bis jetzt bleibt die Schweiz dabei aussen vor.

Keine aktuellen Zahlen mehr seit 2003

Seit der Teilnahme an der Studie "Adult Literacy and Life Skills Survey"2003 hat die Schweiz an keiner vergleichbaren internationalen Messung mehr teilgenommen. Entsprechend fehlen aktuelle Daten über die Grundkompetenzen von Erwachsenen. Dies ist sich der Bundesrat bewusst, wie er seiner Antwort auf eine Anfrage von SP-Nationalrat und SVEB-Präsident Matthias Aebischer schreibt.

Bund und Kantone benötigten steuerungsrelevantes Wissen für ihre bildungspolitische Entscheidungen heisst es weiter. Der Bundesrat will denn in den nächsten Monaten abklären lassen, ob eine Teilnahme an der nächsten PIAAC-Runde sinnvoll ist. Diese findet ab 2021 statt.

Hohe Kosten erwartet

Gegen eine Teilnahme würden neben den hohen Kosten im Millionenbereich unter anderem auch methodische Probleme, insbesondere hinsichtlich der zu erwartenden tiefen Teilnahmequote der Erwachsenen sprechen, meint der Bundesrat. Eine Teilnahme sei nur dann sinnvoll, wenn valide Resultate erwartet werden könnten.