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Caritas fordert Weiterbildungsobligatorium

  • 03.09.2018

Caritas will Armut unter anderem mit Weiterbildung bekämpfen. Sie folgt damit der Weiterbildungsoffensive von SKOS und SVEB.

Caritas Schweiz zeigt sich beunruhigt über die Armutsentwicklung in der Schweiz. Trotz hervorragender Wirtschaftslage nehme die Armut zu, schreibt Caritas Schweiz. Sie hat deshalb ein Positionspapier entwickelt. Es trägt den Titel «Die Schweiz braucht eine wirksame Armutspolitik». Darin fordert Caritas Schweiz unter anderem ein Weiterbildungsobligatorium. Dieses soll auch Niederqualifizierten eine nachhaltige berufliche Integration garantieren.

Die Caritas fordert in Übereinstimmung mit der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und dem SVEB auch einen Paradigmawechsel in der Sozialhilfe. Bis anhin seien Erwachsene, die ihre Stelle verlieren, und solche, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, von den zuständigen Behörden so rasch als möglich wieder in den Arbeitsmarkt vermittelt worden, hält die Caritas fest, auch wenn Anstellungsbedingungen prekär sind und das Einkommen gering. Dies mache aus Armutsperspektive wenig Sinn. Oft würden die betroffenen Personen mittelfristig wieder zurück in die Armut fallen.

Wie SKOS und SVEB kommt auch die Caritas zum Schluss, dass es sinnvoller wäre Niedrigqualifizierte, die ihre Stelle verlieren oder auf Sozialhilfe angewiesen sind, mit qualifizierender Bildung besser auf dem Arbeitsmarkt zu positionieren und so eine nachhaltige Integration in den Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Um dieses Ziel zu erreichen, haben SVEB und SKOS im Januar eine «Weiterbildungsoffensive für Personen in der Sozialhilfe» lanciert. (RS)

zur Mitteilung von Caritas Schweiz

Obdachlose Person
Anstatt Menschen um jeden Preis wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren, fordert die Caritas spezifische Weiterbildung. (Bild: Pixabay)