Hauptinhalt

Caritas Schweiz fordert ein Weiterbildungsobligatorium

  • 29.01.2019

Die Caritas widmet sich in ihrer diesjährigen Ausgabe des Sozialalmanachs den Folgen der Digitalisierung. Darin warnt sie, dass die Entwicklungen im Zuge der Digitalisierung die Probleme von Menschen mit fehlenden Grundkompetenzen nicht etwa abbauen, sondern noch verschärfen.

Um dem entgegen zu wirken, fordert Bettina Fredrich, Leiterin der Fachstelle Sozialpolitik bei Caritas Schweiz, in der Sendung «Rendez-vous» von Radio SRF ein generelles Weiterbildungsobligatorium. Für Angestellte soll dessen Finanzierung durch die Arbeitgeber getragen werden. In Bezug auf Nichterwerbstätige denkt die Caritas an neue Finanzierungsquellen wie beispielsweise eine Digitalsteuer. Durch sie sollen Konzerne wie Google und Facebook, welche die Digitalisierung massgeblich vorantreiben, in die Verantwortung genommen werden. Die Arbeitgeberverbände, die im Beitrag von Radio SRF ebenfalls zu Wort kommen, lehnen ein solches  Obligatorium ab. Bezüglich Grundkompetenzen sehen sie den Staat und die Sozialhilfe in der Pflicht. (PhS)

die Sendung nachhören