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Coronavirus: Bundesrat schlägt 2G-Regel für die Weiterbildung vor

  • 14.12.2021

Der Bundesrat hat am 10. Dezember 2021 zwei Varianten für weitergehende Massnahmen vorgeschlagen. Beide Varianten sehen für Weiterbildungen in Innenbereichen die Einführung der 2G-Regel mit Masken- und Sitzpflicht vor. Damit würde der Zugang zu Weiterbildungen in Innenräumen geimpften und genesenen Personen vorbehalten. Die Konsultation fand bis 14. Dezember statt, der Entscheid wird am 17. Dezember erwartet. Beachten Sie dazu unsere Website alice.ch.

Angesichts der sich verschlechternden epidemiologischen Lage hat der Bundesrat entschieden, weitere Massnahmenverschärfungen zu prüfen. Diese betreffen auch die Weiterbildung, sofern sie in Innenräumen stattfindet. Für Weiterbildungsveranstaltungen draussen sollen die bestehenden Regeln unverändert bleiben.

Variante 1: 2G mit Masken- und Sitzpflicht

Variante 1 sieht den Einsatz einer umfassenden 2G-Regel vor. In den Bereichen, in denen aktuell in Innenräumen die 3G-Regel gilt (Zugang für geimpfte, genesene und negativ getestete Personen), soll künftig die 2G-Regel gelten: Zugang nur für geimpfte und genesene Personen. 

Bei Veranstaltungen soll zudem die Möglichkeit bestehen, freiwillig die sogenannte 2G-plus-Regel anzuwenden. Diese besagt, dass nur geimpfte und genesene Personen zugelassen sind, die zusätzlich einen  negativen Covid-Test vorweisen können. Bei der 2G-plus-Regel kann auf die Masken- und die Sitzpflicht verzichtet werden.

Variante 2: 2G mit Maskenpflicht und Teilschliessungen

Bei Variante 2 würde ebenfalls die 2G-Regel mit Masken- und Sitzpflicht sowie freiwilliger 2G-plus-Regel gelten. Zusätzlich würden aber alle Bereiche geschlossen, bei denen keine Maske getragen werden kann. Dies betrifft die Innenbereiche von Restaurants sowie Fitnesscenter, Discos, Bars und Veranstaltungen. Die Weiterbildung könnte dort von Schliessungen betroffen sein, wo das Tragen von Masken nicht möglich ist. 

Weitere Massnahmen

Zur Diskussion stellt der Bundesrat überdies weitergehende Verschärfungen wie eine vorübergehende Schliessung aller Veranstaltungen und Kultur- sowie Freizeitaktivitäten in Innenbereichen, ein Präsenzverbot an Hochschulen sowie eine Home-Office-Pflicht bis Ende Januar.

Tests sollen wieder gratis werden

Der Bund schlägt vor, dass die Kosten von Covid-19-Tests, die zu einem Covid-Zertifikat führen, künftig wieder vom Bund übernommen werden sollen. Bezahlt werden sollen Antigen-Schnelltests und Speichel-PCR-Pooltests.

Schwierige Situation für die Weiterbildung

In der Weiterbildungsbranche führen die erneuten Verschärfungen zu einer äusserst herausfordernden Situation. Die 2G-Regel bedeutet ein Präsenzverbot für Personen, die weder geimpft noch genesen sind.

Der SVEB engagiert sich dafür, dass die Weiterbildungsbranche die Krise möglichst gut übersteht und keine Zielgruppen von Weiterbildung ausgeschlossen werden.

Medienmitteilung des Bundesrats vom 10.12.21