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Der Bundesrat will die Weiterbildung stärken

  • 01.07.2021

Der Bundesrat hat eine Standortbestimmung zur Weiterbildung vorgenommen und mehrere Massnahmen zur Förderung der Grundkompetenzen Erwachsener sowie der berufsorientierten Weiterbildung beschlossen. Wie er am 23. Juni 2021 mitteilte, sind diese Massnahmen notwendig, weil die Digitalisierung und der wirtschaftliche Strukturwandel den Handlungsbedarf erhöhen. Der Bundesrat setzt damit wichtige Impulse. Gleichwohl gehen die Massnahmen aber zu wenig weit.

Der Bundesrat sieht bei der Förderung der Grundkompetenzen sowie der berufsorientierten Weiterbildung Handlungsbedarf. Er hat deshalb das WBF bzw. das SBFI beauftragt, folgende Massnahmen umzusetzen:

Der Bund geht mit dieser Weiterbildungspolitik in die richtige Richtung. Positiv ist zunächst, dass der erhöhte Handlungsbedarf insbesondere in der berufsorientierten Weiterbildung anerkannt wird. Der Bundesrat verweist in seiner Mitteilung auf die Digitalisierung und den wirtschaftlichen Strukturwandel, der durch die Corona-Pandemie noch beschleunigt wurde.

Der SVEB begrüsst zudem die angekündigten Massnahmen. Mit der Bekanntmachung des Programms «Einfach besser! … am Arbeitsplatz», der Einführung des Weiterbildungscoachings für KMU sowie einer offensiveren Projektförderung setzt der Bund wichtige Impulse.

Verbindliche Ziele und Anreize fehlen noch

Gleichzeitig ist das Massnahmenpaket aus Sicht des SVEB ein erster Schritt, der weiter ausgebaut werden muss. So hat der Bund einerseits darauf verzichtet, verbindliche, überprüfbare Ziele zu definieren. Andererseits sind keine zusätzlichen finanziellen Anreize für die Förderung der Weiterbildungsnachfrage vorgesehen. Wie der SVEB in seinem Positionspapier vom Frühjahr gefordert hat, wären aber diese dringend notwendig, um die Teilnahme an Weiterbildung merklich zu erhöhen.

Medienmitteilung des Bundesrats vom 23.6.21

SVEB-Positionspapier Massnahmenpaket (Version 19.3.2021)