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Qualität vor Preis

  • 22.11.2018

Aufträge für Weiterbildungsleistungen werden von der öffentlichen Hand in der Regel im Rahmen von Submissionsverfahren vergeben. Die Ausgestaltung der Verfahren ist in mehrfacher Hinsicht problematisch. In einem Positionspapier fordert der SVEB, dass bei Submissionsverfahren die Qualität im Vordergrund zu stehen hat.

Die Sicherstellung und Förderung einer hohen Qualität in der Weiterbildung ist ein zentrales Anliegen des SVEB. Die aktuelle Submissionspraxis führt jedoch dazu, dass der Preis de facto höher als die Qualität gewichtet wird; der Preis wird in den meisten Verfahren mit 30 bis 50 Prozent gewichtet. Da die nicht-monetären Kriterien wegen der Standardisierung keine effektive Differenzierungen zwischen den Anbietern zulassen, wir der Preis damit zum ausschlaggebenden Kriterium. Dies führt zu einer (Lohn-)Dumpingspirale mit sich ständig verschlechtenden Arbeitsbedingungen für die Kursleitenden.  

Der SVEB setzt sich für eine Ausgestaltung von Submissionsverfahren ein, die einen fairen Wettbewerb primär auf Grundlage von Qualitätskriterien ermöglicht. Gleichzeitig ist es dem SVEB ein Anliegen, dass alle Anbieter ungeachtet ihrer Grösse in Submissionsverfahren gleiche Chancen haben und der Aufwand, sich an den Verfahren zu beteiligen, überschaubar bleibt.

Er fordert deshalb unter anderem, dass die Qualität als wichtigstes Kriterium gewichtet wird.  Submissionsverfahren sind so auszugestalten, dass sie in erster Linie Ideenwettbewerbe sind.  Welche Voraussetzungen dafür erfüllt sein müssen, hat der SVEB in einem Positionspapier festgehalten.

Zudem fordert der SVEB die Einhaltung von orts- und branchenüblichen Kursleiterlöhnen. Die Kantone sollen dafür Untergrenzen festlegen. (RS)

Positionspapier Submissionsverfahren

Kostenzange
Sind Kosten das primäre Kriterium bei Submissionsverfahren, führt dies zu Lohndumping bei den Kursleitenden. (Bild: Pixabay)