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Transparenz bei Kursausschreibungen – nur wenige Beanstandungen beim Konsumentenschutz

  • 17.10.2019

Dank transparenter Kursausschreibungen finden Interessierte die relevanten Informationen, um sich für ein Weiterbildungsangebot entscheiden zu können. Dies fordert die vom SVEB ausgearbeitete Charta für transparente Kursausschreibungen*. Wie kommt das eigentlich bei Teilnehmerinnen und Teilnehmern an? Wir haben bei der Stiftung für Konsumentenschutz nachgefragt.

von Flavian Cajacob

Wer sich bei der Stiftung für Konsumentenschutz meldet, hat in der Regel schlechte Erfahrungen mit einer Firma oder einem Anbieter gemacht – und erhält mit seiner oder ihrer Reklamation ebenda kaum bis überhaupt kein Gehör. Insofern darf von den Weiterbildungsanbietern im Lande durchaus als Erfolg gewertet werden, wenn die Anlaufstelle die Frage nach der Zufriedenheit mit den Kursen lediglich mit einer kurzen Mail beantwortet.

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Kritikpunkt Kostenrückerstattung
Dennoch, gerade mit Blick auf die Klarheit von Kursausschreibungen im Sinne einer erhöhten Informationsqualität erhält die Stiftung für Konsumentenschutz schon mal die eine oder andere Anfrage. Diese betreffen laut Cécile Thomi, Leiterin Recht, in erster Linie die Frage der Kostenrückerstattung, wenn ein Kurs nicht angetreten wird oder vorzeitig abgebrochen werden muss. «Es ist für uns allerdings nicht immer einfach, die Situation zu beurteilen und abzuschätzen, ob die vorgebrachten Darstellungen tatsächlich der Realität entsprechen.»

Missverständnissen vorbeugen
«Besonders wichtig ist eine faire Regelung der Kostenrückerstattung bei Absenz aus nachweislich gesundheitlichen Gründen oder bei Wegzug vom bisherigen Wohnort.» Um falschen Erwartungen an den Kursinhalt und somit Missverständnissen vorzubeugen empfiehlt Thomi, die Kursausschreibung möglichst transparent, umfassend und trotzdem übersichtlich zu halten. Würden Erwartungen an den Kursinhalt trotzdem enttäuscht, empfiehlt die Leiterin Recht bei der Stiftung für Konsumentenschutz eine «kulante Regelung».

Charta fördert Transparenz

Die Meinung der Stiftung für Konsumentenschutz deckt sich demnach mit der vom SVEB lancierten Charta für transparente Kursausschreibungen. Die Unterzeichnenden der Charta setzen sich dafür ein, Kundinnen und Kunden sämtliche Informationen transparent zur Verfügung zu stellen, damit diese beispielsweise zwischen verschiedenen Anbietern und Angeboten vergleichen können – im Sinne eines übersichtlichen, innovativen und gut zugänglichen Weiterbildungssystems.

Um Missverständnissen vorzubeugen, empfiehlt Cécil Thomi von der Stiftung für Konsumentenschutz möglichst transparente und umfassende Kursausschreibungen.