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Qualität in der Weiterbildung, ein wichtiges Thema für Anbieter und TeilnehmerInnen

Qualitätsmanagement spielt in der Weiterbildung eine zentrale Rolle. Grundgedanke der Qualitätssicherung und -entwicklung ist das Bestreben, die eigenen Qualitätsversprechen einzuhalten sowie den Unterricht und die Bildungsangebote kontinuierlich zu verbessern und diesen Prozess systematisch zu reflektieren. Wie dies realisiert wird, hängt von vielen Faktoren ab. Im heterogenen, vorwiegend privat organisierten Weiterbildungsmarkt existiert eine Vielfalt an mehr oder weniger systematischen Perspektiven und Methoden, die Qualität von Bildungsleistungen und -prozessen zu entwickeln. Allen gemeinsam ist der Qualitäts-Regelkreis (plan-do-act-check oder PDCA-Zyklus).

Regelkreis des Qualitätsmanagements

Grosser Wert wird auf die kontinuierliche Verbesserung der Führungs-, Bildungs- und Supportprozesse gelegt. Erfahrungen daraus fliessen wieder zurück in die Planung, so, dass ein Regelkreis (PDCA- oder auch Deming-Zyklus) entsteht:

  • Qualitätsplanung (plan): Es werden ein IST-Zustand ermittelt und die Rahmenbedingungen, die Ziele, die Soll- und Idealwerte für die Schule als Ganzes sowie für die Bildungsangebote und den Unterrichtsprozess für das Qualitätsmanagement festgelegt. Danach werden Konzepte und Abläufe erarbeitet.
  • Qualitätslenkung (do): Umsetzung der geplanten Massnahmen.
  • Qualitätssicherung (check): Auswerten qualitativer und quantitativer Qualitätsinformationen zur Überprüfung der Wirksamkeit der Massnahmen.
  • Qualitätsentwicklung (act): Einsetzen der gewonnenen Informationen für Strukturverbesserungen und Prozessoptimierungen und die Weiterentwicklung von Bildungsangeboten.

Qualitätsmanagementnormen und -modelle

Es gibt eine Reihe von Normen und Modellen, welche als Rahmen für die Etablierung eines Qualitätsmanagementsystems herangezogen werden. Eine Norm beschreibt, welchen Anforderungen ein Unternehmen resp. eine Schule genügen muss, um einem bestimmten Standard der Umsetzung des Qualitätsmanagements zu entsprechen.

Dabei sind zwei grundlegend verschiedene Ansätze zu unterscheiden:

  • zertifizierbare Normen mit definierten Mindestanforderungen, welche durch akkreditierte Zertifizierungsstellen mittels Audits bewertet werden z.B.  eduQua und ISO
  • Selbstbewertung des eigenen QM-Systems und Benchmarking zwischen Wettbewerbern um einen Qualitätspreis, z.B. EFQM Excellence Award

Eine Übersicht der relevantesten Qualitätsnormen und -modelle finden Sie hier. Das bei den Schweizer Weiterbildungsanbietern meistverbreitete Qualitätslabel mit ca. 1'000 zertifizierten Institutionen ist eduQua. Der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB ist zusammen mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO Co-Träger des Labels.


Unabhängig, ob ein Weiterbildungsanbieter sein Qualitätsmanagementsystem zertifizieren lässt oder nicht, wichtig ist, dass Qualitätsansprüche festgelegt und im Schulalltag gelebt, reflektiert und weiterentwickelt werden.

«Quality means doing it right when no one is looking.»
«
Qualität bedeutet es richtig zu machen, wenn niemand hinschaut.»

Henry Ford.