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Für Lebenslanges Lernen sensibilisieren

Seit über 20 Jahren sensibilisiert der SVEB Menschen von jung bis alt für das Lebenslange Lernen. Unterstützt vom Bund haben wir mit dem Lernfestival seit 1996 eine schweizweite Kampagne zur Sensibilisierung durchgeführt. Die zweite Sensibilisierungskampagne ist der Weltalphabetisierungstag, der jeweils am 8. September stattfindet. Nach der Einführung des Weiterbildungsgesetzes WeBiG im Januar 2017 will der Bund keine nationale Kampagne mehr fördern. Sensibilisierungsmassnahmen für das lebenslange Lernen sollen aber weiterhin unterstützt werden.

Warum sensibilisieren?

Für die Weiterbildung gilt, was auch im übrigen Bildungssystem gilt: Die Bildungschancen sind ungleich verteilt. Dabei haben gerade die Bevölkerungsgruppen, die am wenigsten Zugang zu Weiterbildung haben, zugleich ein erhöhtes Risiko für Arbeitslosigkeit und Armut. Wer seine Kompetenzen nicht laufend weiterentwickelt, kann leicht den Anschluss an die Arbeitswelt verpassen. Besonders gross ist dieses Risiko bei wenig Qualifizierten und bei Personen mit mangelhaften Grundkompetenzen.

Mit Sensibilisierungsmassnahmen versucht man, alle Bevölkerungsgruppen davon zu überzeugen, dass sie ein Leben lang lernen können und sollen. Ziel ist es, die seit langem stagnierenden Beteiligungsquoten langfristig zu erhöhen.

Blick zurück auf 20 Jahre Lernfestival

Sensibilisierung ist für uns kein Neuland. Seit 1996 haben wir unter dem Namen Lernfestival jedes Jahr eine Sensibilisierungskampagne für das Lebenslange Lernen organisiert. Diese wurde von Beginn an durch das Bundesamt für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) finanziell unterstützt. Das letzte Lernfestival ging im September 2016 unter dem Motto „digital“ über die Bühne. Die Kampagne richtete sich an die breite Bevölkerung, hatte aber immer auch einen Fokus bei jenen Personengruppen, die sich selten oder gar nicht gezielt weiterbilden.

Regionale Partner

Der SVEB hat die Kampagne Lernfestival auf nationaler Ebene organisiert und koordiniert. Dazu gehörten eine nationale bildungspolitische Eröffnungsveranstaltung, Medien- und Öffentlichkeitsarbeit, der Aufbau eines regionalen Koordinatoren-Netzwerks sowie die Verleihung der Anerkennungspreise „Prix Alice“. Auf regionaler Ebene sorgten KoordinatorInnen zusammen mit Weiterbildungsanbietern dafür, dass jedes Jahr während der Festivaltage kostenlose, niederschwellige Lernangebote zur Verfügung standen.

Internationales Netzwerk

Das Lernfestival war Teil eines weltweiten Netzwerks von „Adult Learners’ Weeks“, das vor rund 20 Jahren auf Initiative der UNESCO entstand. Die Schweiz gehörte 1996 zu den ersten Ländern, die den Impuls aufnahmen und unter dem Motto der UNESCO „one hour a day for learning“ eine Weiterbildungswoche organisierten. Inzwischen finden weltweit in über 40 Ländern Kampagnen statt, die auf der Idee der „Adult Learners’ Week“ basieren.

Blick in die Zukunft

Der SVEB wird seine Sensibilisierungsarbeit im 2017 neu definieren. Dabei werden die Themen Grundkompetenzen, Nachholbildung und Förderung von wenig qualifizierten MitarbeiterInnen eine wichtige Rolle spielen. Die bisherige Verbindung zum internationalen Netzwerk „Adult Learners’ Weeks“ bleibt bestehen, auch wenn es in der Schweiz kein Lernfestival mehr gibt.
Ebenfalls fortgeführt wird die jährliche Verleihung der Anerkennungspreise „Prix Alice.“