Hauptinhalt

Weiterbildungsbeteiligung der Schweizer Bevölkerung

Das Bundesamt für Statistik (BFS) erhebt seit 2011 alle fünf Jahre Daten zum Weiterbildungsverhalten der Schweizer Wohnbevölkerung und fasst diese im «Mikrozensus Aus- und Weiterbildung» zusammen. Die aktuellsten Daten stammen aus dem Jahr 2016 und wurden im Herbst 2017 veröffentlicht. Die Ergebnisse beruhen auf telefonischen Befragungen bei einer repräsentativen Stichprobe, die rund 10'000 Personen umfasst. Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Ergebnisse. Die vollständigen Resultate und Grafiken des BFS können Sie rechts herunterladen.

 

Beteiligungsquoten

Die folgenden Grafiken beziehen sich auf die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz im Alter von 15 bis 75 Jahren. Als Datenquelle dienen die BFS Erhebungen von 2016 und 2011. Als Weiterbildungsaktivität wird dabei ausschliesslich die nichtformale Bildung definiert, Formen des informellen Lernens sind nicht erfasst.

Entwicklung der Weiterbildungsbeteiligung

Die Beteiligung an mindestens einer Weiterbildung ist in der gesamten Schweizer Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren im Vergleich zu 2011 um 4 Punkte auf 62% gestiegen. Dieser leichte Anstieg ist in den drei Sprachregionen gleich verlaufen. Dies hat zur Folge, dass die Abstände zwischen den Sprachregionen auf gleichem Niveau weiterbestehen.

Weiterbildungsbeteiligung nach Altersgruppen

Die Alterskategorie der 25- bis 34-Jährigen nimmt mit 76% am häufigsten an Weiterbildungen teil. Die Quote sinkt mit steigendem Alter. Der grösste Schritt ist nach dem Pensionsalter bei der Kategorie der 65- bis 75-Jährigen festzustellen. In dieser Gruppe sind nur noch 32% weiterbildungsaktiv.

Weiterbildungsbeteiligung nach Bildungsniveau

Die Beteiligung an einer Weiterbildung hängt mit der Ausbildung der Personen zusammen. Der Prozentsatz derjenigen, die mindestens eine Weiterbildung im Jahr 2016 besucht haben, verdoppelt sich zwischen der Gruppe mit obligatorischem Schulabschluss und den Personen, die einen Tertiärabschluss haben, von 40% auf 81%.

Weiterbildungsbeteiligung nach Arbeitsmarktstatus

Die Einbindung in den Arbeitsmarkt hat einen starken Einfluss auf die Weiterbildungstätigkeit von Personen. 2016 haben 71% der Erwebstätigen eine Weiterbildung besucht. Der Wert liegt klar über dem Durchschnitt von 62%.

Art und Zweck der Weiterbildung

Die Beteiligung an der Weiterbildung lässt sich nach Intensität (Dauer und Anzahl besuchter Weiterbildungsaktivitäten) sowie nach Grund und Themenbereich unterscheiden. Die folgenden Grafiken basieren auf denselben Erhebungen des BFS von 2016. Die Daten zur Dauer und Anzahl besuchter Weiterbildungen beziehen sich jeweils nur auf den weiterbildungsaktiven Teil der Bevölkerung zwischen 15 und 75 Jahren. Die Prozentzahlen der Themenbereiche beziehen sich auf alle besuchten Weiterbildungsaktivitäten die von dieser Gruppe besucht wurden.

Grund für die Weiterbildungsbeteiligung

Der Grund für die Teilnahme an einer Weiterbildung kann beruflich oder ausserberuflich sein. Von den 62% der Schweizer Bevölkerung, die weiterbildungsaktiv sind, bilden sich mehr als die Hälfte aus rein beruflichen Gründen weiter. Ein Viertel der weiterbildungsaktiven Bevölkerung besucht sowohl beruflich als auch ausserberuflich motivierte Aktivitäten. Bei Männern ist der Anteil, der ausschliesslich aus beruflicher Motivation Weiterbildungen besucht, klar höher als bei den Frauen. Frauen bilden sich dafür im Vergleich vermehrt ausserberuflich oder aus beiden Gründen weiter. Die Differenz wird zum Teil durch die unterschiedliche Einbindung in den Arbeitsmarkt erklärt.

Intensität der Weiterbildung

40% der weiterbildungsaktiven Bevölkerung besuchten nur eine Weiterbildung im Jahr vor der Befragung 2016. Der Durchschnitt liegt bei 2,3 Weiterbildungsaktivitäten. Wenn die Dauer aller besuchten Weiterbildungen summiert wird, zeigt sich, dass 46% der Personen, die eine oder mehrere Weiterbildungen besucht haben, insgesamt über 40 Stunden dafür aufgewendet haben.

Themenbereiche der Weiterbildung

Das Thema "Wirtschaft, Arbeit" steht unter den besuchten Angeboten nichtformaler Weiterbildung an erster Stelle mit 24% aller genutzten Aktivitäten. Wenn nur berufliche Weiterbildungsaktivitäten betrachtet werden, liegt dieser Wert sogar bei 30%. Wenn hingegen nur ausserberufliche Weiterbildungen betrachtet werden, dann ist das Gebiet "Sport, Kunst, Kreatives" mit 35% klar am beliebtesten.