{"id":5280,"date":"2021-11-24T16:26:00","date_gmt":"2021-11-24T15:26:00","guid":{"rendered":"https:\/\/projects.atxeit.ch\/sveb\/?post_type=news&#038;p=5280"},"modified":"2022-12-21T09:02:51","modified_gmt":"2022-12-21T08:02:51","slug":"kommunikation-und-soziale-interaktion-im-kontext-digitaler-lernformate","status":"publish","type":"news","link":"https:\/\/alice.ch\/de\/news\/kommunikation-und-soziale-interaktion-im-kontext-digitaler-lernformate\/","title":{"rendered":"Kommunikation und soziale Interaktion im Kontext digitaler Lernformate"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"is-style-lead wp-block-paragraph\">Prof. Dr. Carmen Zahn lehrt und forscht zu den neuen digitalen Medien in Arbeit und Bildung. Nach der Qualit\u00e4tstagung Ende Oktober konnten wir das Thema \u00abLernen und soziale Interaktion \u2013 Kommunikation online und onsite\u00bb mit ihr weiter vertiefen. Erfahren Sie, was diese ausgewiesene Expertin Weiterbildungsanbietern und Dozierenden empfiehlt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Frau Prof. Zahn, in Ihrer Forschung besch\u00e4ftigen Sie sich mit Kommunikation und sozialer Interaktion in Arbeits- und Lernkontexten. Wie wichtig ist dabei die Digitalisierung?<br><\/strong><\/em>Die Digitalisierung bzw. die digitalen Medien und Werkzeuge spielen f\u00fcr Arbeits- und Lernkontexte eine sehr wichtige Rolle. In Bezug auf das Lernen wird die Funktion neuer Medien bereits seit den 1990er Jahren erforscht. Dabei geht es stets um die M\u00f6glichkeiten und Grenzen spezieller digitaler Funktionen. Zum Beispiel erm\u00f6glichen interaktive Videos die Visualisierung von Dingen oder Prozessen, die wir nur sehr schwer mit blossem Auge wahrnehmen k\u00f6nnten, wie etwa Zellen in der Biologie oder komplexe Wetterph\u00e4nomene in der Geografie.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Und wie findet dann dabei zwischenmenschlicher Austausch statt?<br><\/strong><\/em>Die M\u00f6glichkeit, dass Lernende sozial interagieren, w\u00e4hrend sie mit Videos lernen, ist sehr eingeschr\u00e4nkt, wenn man sie nicht extra digital unterst\u00fctzt. Wenn man also m\u00f6chte, dass Lernende sozial interagieren \u2013 das heisst: mit Videos lernen, so sollte man dies in der Aufgabe ber\u00fccksichtigen und spezielle Tools zus\u00e4tzlich verwenden. Im Pr\u00e4senzunterricht etwa dadurch, dass man Videos in Kleingruppen betrachten, diskutieren und bearbeiten l\u00e4sst. Beim Online-Lernen beispielsweise dadurch, dass man zus\u00e4tzliche Chat-Funktionen oder Diskussions-Tools nutzt. Die digitalen Medien und Werkzeuge spielen also eine wichtige Rolle, um konkrete Lernprozesse zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Welche Bedeutung haben die Kommunikation und insbesondere die soziale Interaktion f\u00fcr das Gelingen und die Qualit\u00e4t von Lernprozessen allgemein?<br><\/strong><\/em>Eine sehr grosse Bedeutung \u2013 in mehrfacher Hinsicht. Erstens gibt es soziale Interaktion als Lerninhalt wie z. B. Kommunikationskompetenz. Das l\u00e4sst sich am besten mit Hilfe sozialer Interaktion erlernen, im Rollenspiel, in Diskussions\u00fcbungen. Zweitens hilft uns die soziale Interaktion beim Verstehen von Lerninhalten und der Wissenskonstruktion. Indem Lernende sich \u00fcber ein Thema austauschen, dr\u00fccken sie ihr Verst\u00e4ndnis des jeweiligen Sachverhalts aus. Und sie h\u00f6ren das \u2013 m\u00f6glicherweise abweichende \u2013 Verst\u00e4ndnis desselben Sachverhalts aus der Perspektive anderer.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schon die Transformation des eigenen Wissens in Form von Sprache oder Text f\u00f6rdert Lernen. Sozialer Austausch f\u00f6rdert zudem m\u00f6gliche sozio-kognitive Konflikte zutage, wenn Lernende mit anderen Perspektiven konfrontiert sind, die von der eigenen Sichtweise abweichen. Die Aufl\u00f6sung dieser sozio-kognitiven Konflikte f\u00fchrt zu gemeinsamem Lernen. Und sogar ganz neues Wissen und vorher unbekannte Probleml\u00f6sungen k\u00f6nnen so entwickelt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>In Pr\u00e4senzsituationen ist diese Form des Lernens und Kommunizierens leichter herzustellen. Was ist anders bei der computervermittelten Kommunikation in einem Online-Format?<br><\/strong><\/em>Der Unterschied liegt im Wesentlichen in der Verf\u00fcgbarkeit sozialer Hinweisreize. In der Kommunikationspsychologie geht man davon aus, dass Menschen in Kommunikationssituationen das zwischenmenschliche Interaktionsverhalten auf zwei Ebenen interpretieren: einer Inhaltsebene und einer sozialen Ebene. Das besagt etwa die Theorie von Paul Watzlawick. Die Inhaltsebene betrifft sachliche Informationen. Die soziale Ebene betrifft die Beziehung zwischen den an der Kommunikation beteiligten Personen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alle kennen Beispiele, bei denen es uns vielleicht einmal verst\u00f6rt hat,&nbsp;<em>wie<\/em>&nbsp;jemand mit uns sprach, nicht&nbsp;<em>was<\/em>&nbsp;die Person gesagt hat. Dieses \u00abwie\u00bb vermittelt sich \u00fcber die sozialen Hinweisreize: Stimme, K\u00f6rpersprache, Ber\u00fchrung, Bewegung im Raum usw. Die meisten Menschen senden und interpretieren alle diese Reize, wenn sie sozial interagieren. In Pr\u00e4senzsituationen ist die Zahl der verf\u00fcgbaren sozialen Hinweisreize sehr gross: Die Kommunikationspartner k\u00f6nnen \u2013 wenn es ihre individuellen Sinneskan\u00e4le erlauben \u2013 die gesamte K\u00f6rpersprache, Blickkontakte, alle Tonlagen und Zwischent\u00f6ne, Ger\u00fcche, Ber\u00fchrungen etc. ihrer Gegen\u00fcber wahrnehmen. So ordnen sie soziale Interaktion als Gesamtbild ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Unterschied dazu werden in vielen Online-Formaten Hinweisreize ausgefiltert: In Videokonferenzen, Chats, Kurznachrichten, E-Mail und Co. sind bestimmte soziale Hinweisreize nicht vollst\u00e4ndig wahrnehmbar, etwa die K\u00f6rpersprache. Dann versuchen die beteiligten Personen entweder, diese Hinweisreize mental zu erg\u00e4nzen, was \u00fcbrigens einen Teil der \u00abZoom-Fatigue\u00bb begr\u00fcndet. Oder es entstehen L\u00fccken in der Einsch\u00e4tzung der Gesamtsituation. Das kann zu einer gewissen Unsicherheit auf der Beziehungsebene f\u00fchren.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Kann das Fehlen sozialer Hinweisreize auch Vorteile bieten?<br><\/strong><\/em>Manche Menschen, etwa sehr sch\u00fcchterne Personen, kommunizieren leichter online. Sie schreiben sogar lieber eine E-Mail als direkt zu sprechen. Und in manchen sozialen Situationen kann es auch gut sein, erst Zeit zum Nachdenken zu haben, bevor man antwortet. Zum Beispiel als Kunde oder Kundin in einer Verkaufssituation. So ergeben sich online auch Spielr\u00e4ume, die im Pr\u00e4senzgeschehen nicht so da sind. Das gilt auch f\u00fcr Lernsituationen. Und apropos Lernen: Dar\u00fcber hinaus ist es auch eine Frage der Gewohnheit und \u00dcbung, denn wer ohnehin viel online ist, kann besser mit Online-Kommunikation umgehen als Unge\u00fcbte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Wie l\u00e4sst sich die soziale Interaktion in Online-Settings gest\u00fctzt auf die computervermittelte Kommunikation erm\u00f6glichen?<br><\/strong><\/em>Unterschiedliche digitale Medien erlauben bzw. unterdr\u00fccken unterschiedliche soziale Hinweisreize. Man spricht auch von der \u00abReichhaltigkeit\u00bb von Online-Settings. Diese Reichhaltigkeit hat unterschiedliche, zu erwartende Konsequenzen f\u00fcr die soziale Interaktion \u2013 positive wie negative. Dabei sollte nicht vergessen werden, dass die computervermittelte Kommunikation auch ganz neue M\u00f6glichkeiten bereitstellt. Ein Beispiel ist Virtual Reality. Hier kann man etwa Avatare einsetzen, die kreativ gestaltbar sind und manchmal eine ganz neue \u00abK\u00f6rperlichkeit\u00bb erlauben. Oder die bekannten Emoticons in Kurznachrichten und E-Mails sind ein weiteres Beispiel. Das sind kreativ gestaltbare soziale Hinweisreize in Online-Settings und speziell f\u00fcr Online-Kommunikation.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Soziale Interaktion in Online-Settings kann also mithilfe computervermittelter Kommunikation erm\u00f6glicht werden?<br><\/strong><\/em>Ja, indem man gezielt pr\u00fcft,&nbsp;<em>welche Funktionen in welcher (Lern-)Situation wichtig sind<\/em>. Ist eine gute Audioverbindung und eine besonders gute Tonqualit\u00e4t wichtig? Oder ist die Sichtbarkeit der K\u00f6rpersprache wichtig? Ist eine kollaborative Textbearbeitung wichtig? Sind Kleingruppen besser als eine grosse Gruppe? Welcher sozialen Hinweisreize bedarf es, damit die Situation auf der sozialen Ebene eindeutig genug ist? Welche technischen Funktionen und kreativen Elemente bietet das Medium an?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Teilnehmende sagen h\u00e4ufig, dass sie in Online-Formaten den pers\u00f6nlichen Kontakt und sozialen Austausch als reduziert oder kaum m\u00f6glich erleben. Gibt es neben den von Ihnen genannten kreativen Elementen weitere M\u00f6glichkeiten, um in digitalen Lern-Settings soziale N\u00e4he herzustellen?<br><\/strong><\/em>Meiner Erfahrung nach sind Kleingruppen wie z. B. Break-out-Gruppen in Videokonferenzen besser als Veranstaltungen im Videokonferenzplenum. Spielerische Aufw\u00e4rm\u00fcbungen mit Videokameras und Emoticons sind auch ein Weg. Ich w\u00fcrde insgesamt der Erw\u00e4rmung der Gruppe viel Raum geben, etwa indem alle in einer Videokonferenz oder Virtual-Reality-Situation einmal etwas \u00fcber sich selbst sagen. Die Interaktion in VR-\u00e4hnlichen 3D-Umgebungen erlaubt einen spielerischen Umgang, damit hatte ich ebenfalls positive Erfahrungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und last but not least: Viel Potential liegt in den Blended-Learning-Formaten. Ich w\u00fcrde eine Mischform aus sich abwechselnden Online-Pr\u00e4senz-Formaten empfehlen und dabei besonderen Wert auf gute \u00dcberg\u00e4nge dazwischen legen, z. B. durch geeignete \u00fcberleitende Aufgaben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Gibt es Themen oder bestimmte Lernprozesse, die aufgrund der besonderen Kommunikationsm\u00f6glichkeiten nicht in Form von Online-Formaten angeboten oder durchgef\u00fchrt werden sollten, wenn das Lernen in einer guten Qualit\u00e4t angestrebt wird?<br><\/strong><\/em>Ganz ausschliessen w\u00fcrde ich das nicht, aber ich w\u00fcrde sagen alles, was gemeinsames k\u00f6rperliches \u00dcben erfordert und\/oder mit Risiken einhergeht \u2013 wie etwa Schwimmen lernen. Auch Schauspielunterricht, Tanzen, Musizieren oder auch Sicherheits\u00fcbungen k\u00f6nnen eventuell nur teilweise online erm\u00f6glicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Aus Sicht der Kommunikation: Was erachten Sie bei den Formen des hybriden Unterrichts als besonders wichtig? Was ist n\u00f6tig, um die Qualit\u00e4t der Lernprozesse zu sichern?<br><\/strong><\/em>Beim hybriden Unterricht ist die grosse Herausforderung die soziale Integration der im Raum befindlichen Gruppe und der zugeschalteten Teilnehmenden. Diese ist durch eine Lehrkraft allein kaum zu bew\u00e4ltigen. Weil es verschiedene, kognitiv sehr anspruchsvolle T\u00e4tigkeiten verbindet, die gleichzeitig durchgef\u00fchrt werden m\u00fcssen und das zu kognitiver \u00dcberlastung f\u00fchrt. Idealerweise gibt es also zwei Leitende vor Ort, die die Gruppe gemeinsam betreuen, wobei eine Leitungsperson z. B. immer f\u00fcr die von aussen zugeschalteten Personen den Chat moderiert und sie quasi im Raum \u00abvertritt\u00bb.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ein partizipativer Ansatz kann ebenfalls hilfreich sein: man bittet eine Gruppe zu Beginn, die hybride Situation mitzugestalten. So verteilt sich die soziale Verantwortung im Raum auf mehrere Schultern. Kleingruppen k\u00f6nnen zugeschaltete Personen in der Pr\u00e4senzsituation \u00abmitnehmen\u00bb \u2013 im w\u00f6rtlichen Sinn: beispielsweise auf dem Laptop, wo die zugeschaltete(n) Person(en) in der Videokonferenz gezeigt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Welche Zielgruppen bringen die n\u00f6tigen Lernvoraussetzungen f\u00fcr gelingende internet- oder computergest\u00fctzte Lernprozesse eher mit?<br><\/strong><\/em>Personen, die gerne lernen, neugierig und offen sind und solche, die digitale Kompetenzen erwerben m\u00f6chten. Personen, die technikaffin und dabei offen sind f\u00fcr Neues ebenfalls. Weniger gut sind Zielgruppen mit einer geringen Fehlertoleranz und zu hoher Anspruchshaltung bzw. solche mit einem stark konsumorientierten Zugang im Sinne von: \u00abDie Lehrkraft muss mir etwas beibringen, ich m\u00f6chte mich dabei aber nicht anstrengen m\u00fcssen\u00bb.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Faktoren Flexibilit\u00e4t, Mitbestimmung und die Anforderungen an die (digitalen und didaktischen) Kompetenzen der Ausbildenden haben sich bei einer qualitativen Befragung des SVEB als wichtige Trends bei den&nbsp;<a href=\"https:\/\/alice.ch\/de\/lernbeduerfnisse\/\">Lernbed\u00fcrfnissen<\/a>&nbsp;von Teilnehmenden herausgestellt.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>In welche Richtung werden sich die Lernbed\u00fcrfnisse der Teilnehmenden in der n\u00e4heren Zukunft entwickeln? Wagen Sie eine Prognose?<br><\/strong><\/em>Flexibilit\u00e4t und Mitbestimmung bzw. Partizipation sowie digitale Kompetenzen werden meiner Meinung nach als Bed\u00fcrfnisse zunehmend wichtiger werden. Und nach meiner Prognose braucht es auch insbesondere eine gute F\u00f6rderung der Kreativit\u00e4t der Lernenden. Lernende k\u00f6nnen (und wollen h\u00e4ufig) selbst kreativ sein, nicht nur zuh\u00f6ren und zusehen. \u2013 Das aktiviert, macht Spass und f\u00f6rdert das Lernen. Mit digitalen Medien kann man neue kreative Tools einbinden und gestaltendes Lernen f\u00f6rdern, etwa mit Visualisierungen statt reinen Textprodukten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em><strong>Wie k\u00f6nnen Weiterbildungsanbieter auf die sich erweiternden und heterogenen Teilnehmendenbed\u00fcrfnisse eingehen und gleichzeitig die Qualit\u00e4t ihrer Angebote sichern?<br><\/strong><\/em>Ich finde die Befragung des SVEB einen guten Weg \u2013 also die Lernenden zu fragen, was sie brauchen, ist ein wichtiger Schritt. Dann ist es aber auch sicher sehr sinnvoll, die Dozierenden ebenfalls zu befragen und insbesondere deren digitale Kompetenzen und Kreativit\u00e4t zu st\u00e4rken. Digitale Kompetenzen nicht im Hinblick auf die rein technischen Funktionen und Softwarel\u00f6sungen, sondern in Bezug auf die sozio-kognitiven Funktionen digitaler Tools f\u00fcr die Unterst\u00fctzung der Lernprozesse, die man haben m\u00f6chte. Das bedarf eigener Ans\u00e4tze des \u00abLearning Designs\u00bb und ist nicht gleichzusetzen mit herk\u00f6mmlichen didaktischen F\u00e4higkeiten. Und Kreativit\u00e4t braucht Mut und Selbstbewusstsein \u2013 daher w\u00fcrde ich empfehlen, mit Dozierenden ihr Rollen(selbst)bewusstsein zu reflektieren und dieses zu st\u00e4rken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als letzten Punkt w\u00fcrde ich empfehlen, dass Weiterbildungsanbieter Digitalisierungsstrategien entwickeln sollten, die nicht an der rein technischen Infrastruktur verbleiben, sondern die Digitalisierung als Prozess, der Menschen und die Organisation ver\u00e4ndert, begreifen. Dieser Prozess wird nicht notwendigerweise durch digitale Technologien mitbestimmt. Er ist gut gestaltbar, wenn man ganzheitliche Strategien und Ziele dazu entwickelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Interview: Ueli B\u00fcrgi<br><\/em><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>Zur Person:<br><a href=\"https:\/\/www.fhnw.ch\/de\/personen\/carmen-zahn\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Prof. Dr. Carmen Zahn<\/a>&nbsp;ist seit 2011 Professorin f\u00fcr Arbeits- und Organisationspsychologie an der FHNW Hochschule f\u00fcr Angewandte Psychologie in Olten. Sie studierte Psychologie und Medienwissenschaften. An der FHNW forscht und lehrt sie zu den Themen Digitale Medien, Kooperation, Wissen und Lernen.<\/em><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-minimal\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/alice.ch\/de\/event\/nationale-qualitaetstagung-2021\/\">Nationale Qualit\u00e4tstagung 2021<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button is-style-minimal\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/alice.ch\/de\/themen\/qualitaet\/qualitaet-in-der-weiterbildung-nationale-tagung-workshop\/\">Fr\u00fchere Nationale Qualit\u00e4tstagungen<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bild: Prof. Dr. Carmen Zahn<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Prof. Dr. Carmen Zahn lehrt und forscht zu den neuen digitalen Medien in Arbeit und Bildung. 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