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Die Weiterentwicklung des eduQua-Labels

Das Qualitätslabel eduQua wurde Ende der 90er Jahre auf Initiative des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), des damaligen Bundesamts für Berufsbildung und Technologie (BBT, heute Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation SBFI), der Deutschschweizerischen Berufsbildungsämter-Konferenz (DBK) und des Schweizerischen Verbands für Weiterbildung (SVEB) entwickelt.

eduQua ist das Schweizer Qualitätslabel in der Weiterbildung und wurde als erste Qualitätsnorm auf Institutionen der Erwachsenenbildung bzw. Weiterbildung zugeschnitten. Zertifiziert wird die ganze Institution, nicht ein einzelnes Angebot oder eine Lehrperson. Von Anfang an war es ein wichtiges Ziel des Labels, die Qualitätssicherung der Anbieter gegenüber den Kundinnen und Kunden sowie den Behörden und kantonalen Förderstrukturen transparent und nachvollziehbar auszuweisen.

Die erste Fassung der Norm wurde im Jahr 2000 veröffentlicht. Die eduQua-Geschäftsstelle ist seit dem Start des eduQua-Zertifikats beim SVEB angesiedelt. Per Ende Jahr 2021 waren mehr als 1000 Anbieter zertifiziert.

eduQua:2004

Bereits 2006 trat die erste Überarbeitung (eduQua:2004) in Kraft. Ein ausgewähltes Angebot stand im Zentrum der Zertifizierungs-Audits. Die Anforderungen an die Angebote und an die Institution wurden jeweils in separaten, parallelen Standards formuliert.

eduQua:2012

Bei der Norm eduQua:2012 wurden die Anforderungen an die Führung und das Qualitätsmanagement – neben den Standards zu den Weiterbildungsangeboten und zur Durchführung der Kurse – verstärkt. Entsprechend wurden neue Standards zu Führungsinstrumenten, Organisation und Controlling aufgenommen. Die Norm wurde auf sechs übergeordneten Kriterien aufgebaut, denen 22 Standards zugeordnet wurden. Bei den einzureichenden Dokumenten pro Standard wurden jeweils die Ebenen Institution und Angebot unterschieden.

eduQua:2021

Mit der letzten Revision wurde eduQua:2021 klar als Norm für die Anbieter in allen Bereichen der Weiterbildung positioniert. Der Teil Führung und Qualitätsmanagement stützt sich auf die Struktur der ISO-Management-Normen ab und umfasst aktuelle Anforderungen zur kontextorientierten und flexiblen Ausrichtung der Institution und ihrer Angebote. Die Norm ist neu nach 8 Prinzipien und 19 Kriterien aufgebaut und weist eine klare und praxisbezogene Struktur auf.

Bei den Anforderungen an die Weiterbildungsangebote und Lernprozesse wurden die wachsende Vielfalt und die Trends bei den Angebots- und Lernformen aufgenommen. Neu zeigt die Institution im Audit-Verfahren die Umsetzung und Wirksamkeit des Qualitätsmanagements anhand der verschiedenen Angebote auf, die Darstellung anhand eines spezifischen Angebots fällt weg.

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