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Der Weg zum eduQua-Label

Die Zertifizierung nach dem eduQua-Label steht allen Anbietern der Weiter- und Erwachsenenbildung offen, die ihre Qualität entwickeln und ausweisen wollen. Neben staatlich geförderten Weiterbildungsinstitutionen (öffentlich-rechtliche und private Anbieter) können sich auch Anbieter in der berufsorientierten Weiterbildung und in allen anderen Bereichen zertifizieren lassen.

Grundsatz: eduQua ist ein Zertifikat für Weiterbildungsinstitutionen, nicht für einzelne Bildungsangebote oder Personen. Die Weiterbildungsinstitution oder eine Weiterbildungsabteilung in einem Unternehmen gelten als Zertifizierungseinheit.

Im Zertifizierungsverfahren zeigen die Anbieter, dass sie die vorgegebenen Qualitätsanforderungen erfüllen und ein wirksames Qualitätssystem aufgebaut haben.

Das Verfahren wird durch Zertifizierungsstellen mit eduQua-Akkreditierung durchgeführt.

Qualitätsanforderungen und Zertifizierung

Die Kriterien und Anforderungen von eduQua geben klare Vorgaben und viele Anregungen, wie Weiterbildungsanbieter ihr eigenes Qualitätssystem aufbauen können. Sie setzen sich in einer Selbstevaluation mit dem Stand des Managementsystems und der Qualität des Weiterbildungsangebotes auseinander. Dabei erkennen sie Chancen und Möglichkeiten für ihre interne Entwicklung. Damit eine Institution die eduQua-Zertifizierung erreichen kann, muss sie die Mindestanforderungen der Kriterien erfüllen. Diese werden im Dokument Qualitätsnorm eduQua:2021 detailliert dargestellt.

Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens erhalten Institutionen Rückmeldungen zum Stand des eigenen Qualitätsmanagements und Hinweise für die Weiterentwicklung. Bei der Zertifizierung erstellen sie ein Dossier zur Qualitätssicherung und -entwicklung in der eigenen Institution, entlang der 19 eduQua-Kriterien. In einem Audit vor Ort werden die Umsetzung und Wirksamkeit des Qualitätssystems geprüft.

Die Zertifizierung wird alle drei Jahre erneuert. In jährlichen Zwischenaudits werden die wichtigsten Veränderungen in der Organisation und im Angebot überprüft.

Verfahren und Kosten

Das Zertifizierungsverfahren und die Kosten variieren je nach Grösse der Weiterbildungsinstitution. Anhand der Anzahl jährlich durchgeführter Teilnehmendenlektionen bzw. der Lernstunden der Teilnehmenden wird das Verfahren in drei Kategorien eingeteilt:

Leistungsumfang der InstitutionVerfahrenKosten
Unter 25'000 TN x Lektionen       Verfahren AKostendach CHF 4950.–*
exkl. MWST und Spesen
Von 25'000 TN x Lektionen
bis 100'000 TN x Lektionen       
Verfahren BKosten gemäss Offerte
der Zertifizierungsstelle
Über 100'000 TN x Lektionen        Verfahren CKosten gemäss Offerte
der Zertifizierungsstelle

*Bei der Erst- oder Rezertifizierung nach der auslaufenden Norm eduQua:2012 (möglich bis spätestens Ende 2022) beträgt das Kostendach bei der Kategorie A CHF 3950.– (exkl. MWST und Spesen).

Ein Berechnungsbeispiel für die durchschnittliche Zahl der Teilnehmendenlektionen bzw. -lernstunden in den letzten drei Jahren finden Sie im Dokument Wegleitung. 

In den Preisen inbegriffen ist ein Betrag von CHF 500.– pro Zertifizierung zugunsten der Geschäftsstelle eduQua (CHF 400.– bei eduQua:2012). Dieser Betrag dient der Aufrechterhaltung und Weiterentwicklung des Qualitätslabels.

Ausserordentliche Aufwendungen, z. B. die zusätzliche Überprüfung vor Ort infolge wesentlicher Abweichungen, können von den Zertifizierungsstellen verrechnet werden.

Alle weiteren Informationen zum Verfahren erhalten Sie direkt bei den Zertifizierungsstellen.

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