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Bundesrat führt 2G-Regel für die Weiterbildung ein – allerdings mit Ausnahmen

  • 17.12.2021

Bei Weiterbildungen in Innenräumen gilt ab 20. Dezember 2021 die 2G-Regel. Damit ist der Zugang zu Weiterbildungen in Innenräumen geimpften und genesenen Personen vorbehalten. Für bestimmte Weiterbildungen hat der Bundesrat jedoch eine Ausnahmeregelung beschlossen. In diesen gilt weiterhin 3G. Die neuen Massnahmen sind bis 24. Januar 2022 befristet.

Der Bundesrat hat am 17. Dezember weitere Schutzmassnahmen gegen das Coronavirus beschlossen. Ab 20. Dezember haben nur noch geimpfte und genesene Personen (2G) Zugang zu Weiterbildungen, die in Innenräumen stattfinden. Zusätzlich muss eine Maske getragen werden.

Ausnahmeregelung für bestimmte Weiterbildungen

Der Bundesrat hat allerdings für die Weiterbildung eine Ausnahmeregelung beschlossen. Gemäss Art. 19a der neuen Verordnung bleibt die aktuell geltende 3G-Regel (geimpft, genesen, getestet) bei folgenden Weiterbildungsangeboten und -aktivitäten bestehen:

  • vorbereitende Kurse für eidgenössische Prüfungen
  • Angebote im Bereich des Grundkompetenzenerwerbs 
  • Angebote zur Erfüllung von Integrationskriterien
  • behördlich angeordnete Weiterbildungen 
  • Prüfungen im Rahmen von Weiterbildungsangeboten

Von der Zertifikatspflicht ausgenommen sind weiterhin Weiterbildungsveranstaltungen im Freien mit bis zu 300 Personen sowie firmeninterne Weiterbildungen.

Testkosten für Zertifikat werden wieder übernommen

Der Bundesrat hat zudem beschlossen, dass künftig die Kosten bestimmter Covid-19-Tests, die zu einem Covid-Zertifikat führen, wieder übernommen werden. Damit setzt er einen Beschluss des Parlaments im Covid-19-Gesetz um. Bezahlt werden sollen Antigen-Schnelltests und Speichel-PCR-Pooltests. Nicht bezahlt werden Selbsttests sowie Einzel-PCR-Tests und Antikörpertests.

Erneuter Rückschlag für die Weiterbildung 

Die Einführung der 2G-Regel ist für die Weiterbildung ein erneuter Rückschlag. Für die Anbieter entstehen wiederum erhebliche Transaktionskosten und es ist mit sinkenden Teilnehmerzahlen zu rechnen. Die Branche befindet sich damit weiterhin im Krisenmodus und muss mit erheblichen wirtschaftlichen Einbussen rechnen.

Der SVEB begrüsst indes die Einführung der Ausnahmeregelung. Diese ermöglicht in Verbindung mit der Übernahme der Testkosten, dass gerade vulnerable Zielgruppen nicht von der Weiterbildung ausgeschlossen werden. 

Die Ausnahmeregelung muss jedoch noch ergänzt werden. Der SVEB fordert den Bundesrat auf, bei der nächsten Anpassung der Covid-Verordnung auch Weiterbildungen, die einen notwendigen praktischen Teil beinhalten, in die Ausnahmeregelung aufzunehmen.

Medienmitteilung des Bundesrats vom 17.12.21