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Education Permanente (EP) 2016-4: «Von Sinnen»

  • 01.12.2016

Die neue EP betrachtet die Wirkungsweise und das Zusammenspiel unserer Sinnesorgane, im Alltag, im Berufsleben und natürlich beim Lehren und Lernen.

Fünf Sinne zählt man für gewöhnlich. Sie vermitteln und strukturieren unseren Bezug zu unserer Umwelt, ihr Zusammenwirken ermöglicht eine ganzheitliche Wahrnehmung. Im Allgemeinen privilegieren wir in unserem Leben den Seh- und den Hörsinn. Das gilt insbesondere auch für das Lehren und Lernen, und damit für die Erwachsenenbildung. Lehrpersonen verstehen es entsprechend gut, Informationen und deren Zusammenhänge zu visualisieren. Aber was ist mit den anderen Sinnen? Etwa mit dem Tastsinn, mit den Hautsinnen überhaupt oder mit der «muskulären Intelligenz», durch die wir z. B. unsere Gehweise unwillkürlich dem Boden anpassen? Und weshalb fehlen uns so oft die Worte, um Geruchs- und Geschmackswahrnehmungen angemessen zu beschreiben, obwohl uns diese Sinneseindrücke so stark berühren?

Eine Reihe von alten wie neuen Berufen arbeiten mit Geruch und Geschmack, gehen mit Produkten um, die diese Sinne gezielt ansprechen, die Ausübung einiger dieser Berufe beruht sogar vollständig auf der virtuosen Beherrschung des Riechens oder Schmeckens, um Aromen zu kreieren oder zu analysieren und um das damit verbundene Sinneserleben zu versprachlichen.

Es gibt Ausstellungen, in denen sich die Besucherinnen und Besucher durch eine Vielzahl von Düften schnuppern. Weiterbildungskurse in Gärtnern oder Schmieden, in Kochen oder Klöppeln sind sehr gefragt. Insgesamt zeichnet sich neuerdings wieder eine Hinwendung zum Materiellen ab, zu fassbaren Gegenständen und zu tradierten Handwerkstechniken; Sammlungen und Materialarchive entstehen. Solchen Trends hin zu den Sinnen und zum sinnlich Wahrnehmbaren im Allgemeinen sowie speziell in der Weiterbildung geht die aktuelle Ausgabe von Education Permanente EP nach.

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