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Weiterentwicklung und Revision

Zeitplan der Revision ab 2021

2021
1. AprilDie QSK verabschiedet die b-Versionen der Pflichtmodule. Ebenfalls verabschiedet werden die Prüfungsordnung für die Berufsprüfung zum Eidg. Fachausweis Ausbilderin / Ausbilder ab 2023 und die Wegleitung zur Prüfungsordnung.
9. April
Die Prüfungsordnung und die Wegleitung zur Prüfungsordnung werden beim SBFI eingereicht.
16. AprilDie b-Versionen der Pflichtmodule werden auf der AdA-Website für alle Anbieter aufgeschaltet.
20. AprilDie SK AdA entscheidet über den definitiven und vollständigen Entwurf des Rahmenlehrplans für die Ausbildung Dipl. Erwachsenbildner HF.
April laufendDas Qualifikationsprofil inkl. der Kompetenzen für das Eidg. Diplom Ausbildungsleiterin / Ausbildungsleiter liegt vor.
Die Modulbeschreibungen für die Diplommodule werden entwickelt.
4. MaiDie QSK entscheidet in einer ausserordentlichen Sitzung über die Übergangsregelungen vom jetzigen zum System ab 2023.
MaiInfoveranstaltungen/Fragerunden zu den b-Versionen der Modulbeschreibungen für den Fachausweis insgesamt.
Mitte MaiDie b-Versionen der Vertiefungsmodule (Wahlpflicht) werden auf der AdA-Website aufgeschaltet.
noch offenDie Übergangsregelungen werden auf der Website aufgeschaltet.
1. Juni

Die QSK entscheidet über die Anpassungen in den Modulbeschreibungen der Zertifikats-Lehrgänge Kursleiterin / Kursleiter und Praxisausbilderin / Praxisausbilder.
Evt.: Vernehmlassung zur Prüfungsordnung und Wegleitung zur Prüfungsordnung für die Höhere Fachprüfung Ausbildungsleiterin / Ausbildungsleiter (HFP AL) ab 2023.

Ende JuniDie Modulbeschreibungen der beiden Lehrgänge zum SVEB-Zertifikat werden auf der Website aufgeschaltet.
2. Dez.Die QSK entscheidet über die a-Versionen der Modulbeschreibungen der Module für den Fachausweis sowie über die Prüfungsordnung und die Wegleitung zur Prüfungsordnung für die Höhere Fachprüfung Ausbildungsleiterin / Ausbildungsleiter (HFP AL) ab 2023.
Ende 2021
Die a-Versionen der Modulbeschreibungen für den Fachausweis ab 2023 werden auf der AdA-Website aufgeschaltet.
bis Ende 2021

Einreichung der definitiven Grundlagendokumente beim SBFI

Ausschreibung, Erlass und Genehmigung der Prüfungsordnungen

Die Details der Übergangsregelungen im operativen Bereich werden ausgearbeitet.

2022

Die operativen Abläufe der Gleichwertigkeitsbeurteilungen werden festgelegt und überprüft.

2023In Kraft treten der neuen Prüfungsordnungen
Übergangsbestimmungen

Ausgangslage

Das AdA-System ist mit einer Reihe von Entwicklungen im Umfeld konfrontiert. Namentlich sind dies die Digitalisierung als gesamtgesellschaftlicher Shift, die zunehmende Individualisierung der Bildung sowie neuere Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft (z.B. in Bezug auf das Verständnis von Lernen und Lehren, Kompetenzen, Ressourcen, etc.). Diese Entwicklungen im Weiterbildungsbereich verändern die Anforderungen an die Kompetenzen des Aus- und Weiterbildungspersonals.

Die Strukturen und Prozesse innerhalb des AdA-Systems haben sich in den letzten Jahren auf Grund der Anbindung an das formale System verändert. Es ist sinnvoll, diese Entwicklungen zu analysieren und zu definieren, wie die Prozesse optimiert werden können. Dabei sind auch die Möglichkeiten der Digitalisierung zu prüfen. 

Die NQR-Einstufung der AdA-Abschlüsse ist bis heute nicht erfolgt. Die Revision der drei Abschlüsse, Fachausweis Ausbilderin/Ausbilder, Diplom Ausbildungsleiterin/Ausbildungsleiter und Erwachsenenbildnerin/Erwachsenenbildner HF bietet die Chance, auf Basis neuer Grundlagendokumente die  Einstufung zu beantragen.

Ziele

Mit der Weiterentwicklung und Revision des AdA-Systems wird sichergestellt, dass das Aus- und Weiterbildungspersonal von morgen über jene Kompetenzen verfügt, die es im veränderten Umfeld benötigt, um professionell und qualitativ hochstehend arbeiten zu können. Für die Entwicklung werden sowohl die Erkenntnisse aus der Praxis wie auch der Forschung und Wissenschaft berücksichtigt.

Konkret verfolgt das Projekt folgende Ziele:

Inhaltliche Ebene:
  • Aufnehmen von Umfeldveränderungen wie z.B. Digitalisierung, Individualisierung, oder Biographieorientierung
  • Aktualisieren des Lehr-Lernverständnisses, inklusive dem Verständnis von Lern-Lehrarrangement, Lernorten etc.
  • Aktualisieren und allenfalls Öffnen des Berufsbildes
  • Hinterfragen und allenfalls anpassen des Prüfungssettings
Ebene System:
  • Qualitätssicherung und Prozesse aktualisieren und optimieren
  • Durchlässigkeit fördern und Anschlüsse an andere Ausbildungen gewährleisten und ausbauen
  • NQR-Einstufung ermöglichen

Durch die Trägerschaft festgelegte Rahmenbedingungen

Gesamtes System
  • Am dreistufigen System wird festgehalten.
  • Das aktuelle System soll im revidierten System wieder erkannt werden. Gleichzeitig soll das System flexibler werden.
  • Die Stufe III soll gestärkt, die Profile der beiden Diplome geschärft werden.
  • Die Verbindung zu anderen Abschlüssen bzw. Systemen werden weiter mitgedacht (BBV und PH-System).
  • Jedes Modul soll grundsätzlich bzw. wenn sinnvoll im Blended Setting angeboten werden können.
  • Spiralcurriculare Kompetenzen sollen noch klarer im System verankert werden.
Stufe II: Fachausweis
  • Stufe II bleibt modular
  • Eine Aufteilung zwischen Pflicht- und Wahlmodulen ist anzustreben
  • Vertiefungsmodule (Wahlmodule) sollen gleichzeitig als SVEB-Weiterbildungsmodule angeboten werden können.
  • Das aktuelle Qualifikationsverfahren (Zentrale Überprüfung) soll ersetzt werden. Als Alternative wird ein Vernetzungsmodul und Arbeit, welche auf die Prüfung vorbereitet, vertieft geprüft werden.
  • Die Handlungskompetenzen «Führen» oder «Projektleitung» sollen nicht in Stufe II aufgenommen werden. Leitungsanteile sind in andern Handlungskompetenzen zu integrieren.
  • Im Berufsbild und bei den Handlungskompetenzen sollen Kompetenzen zur Planung und Umsetzung von digitalen Medien und Settings aufgenommen werden.
Stufe I: SVEB-Zertifikate
  • SVEB-Zertifikat Kursleiterin/Kursleiter wird nicht modularisiert
  • SVEB-Zertifikat Praxisausbilderin/Praxisausbilder kann weiterhin modular angeboten werden.

Das Weiterbildungsmodul digital soll so weit wie möglich im Modul 1 integriert werden

Projektorganisation

  • Der SVEB-Vorstand ist als Hauptträger des AdA-Systems oberstes Organ des Projekts. Er ist verantwortlich für die Gesamtstrategie der Revision sowie das Monitoring des Projekts. Diese Gesamtstrategie für das AdA-Systems der Zukunft wird in Rücksprache mit dem Vorstand der jeweiligen Verbände der Co-Trägerschaft, namentlich SVBA (Schweizerischer Verband der Betriebsausbilder) und SIGEB (Schweizerische Interessensgemeinschaft für Erwachsenenbildung) bestimmt.
  • Der SK AdA (Schweizerische Kommission Ausbildung der Ausbildenden) obliegt die fachliche Steuerung des Projekts.
  • Die QSK (Kommission für Qualitätssicherung) entscheidet über Kompetenzen und Ausgestaltung der Module sowie der Prüfungsordnungen und Wegleitungen.
  • Die (Weiter-)Entwicklung der Module und Prüfungsordnungen bzw. des Rahmenlehrplans  erfolgt in zwei Projektgruppen (Eidgenössische Prüfungen, d.h. Fachausweis und Diplom AL sowie Diplom EB HF).
  • Operativ wird das Projekt von der Geschäftsführerin des AdA-Systems geleitet. Ein Projektkoordinator koordiniert eine Projektgruppe, welcher u.a. die berufspädagogischen Begleitungen angehören.