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Weiterentwicklung und Revision

Ausgangslage

Das AdA-System ist mit einer Reihe von Entwicklungen im Umfeld konfrontiert. Namentlich sind dies die Digitalisierung als gesamtgesellschaftlicher Shift, die zunehmende Individualisierung der Bildung sowie neuere Erkenntnisse aus Forschung und Wissenschaft (z.B. in Bezug auf das Verständnis von Lernen und Lehren, Kompetenzen, Ressourcen, etc.). Diese Entwicklungen im Weiterbildungsbereich verändern die Anforderungen an die Kompetenzen des Aus- und Weiterbildungspersonals.

Die Strukturen und Prozesse innerhalb des AdA-Systems haben sich in den letzten Jahren auf Grund der Anbindung an das formale System verändert. Es ist sinnvoll, diese Entwicklungen zu analysieren und zu definieren, wie die Prozesse optimiert werden können. Dabei sind auch die Möglichkeiten der Digitalisierung zu prüfen. 

Die NQR-Einstufung der AdA-Abschlüsse ist bis heute nicht erfolgt. Die Revision der drei Abschlüsse, Fachausweis Ausbilderin/Ausbilder, Diplom Ausbildungleiterin/Ausbildungsleiter und Erwachsenenbildnerin/Erwachsenenbildner HF bietet die Chance, auf Basis neuer Grundlagendokumente die  Einstufung zu beantragen.

Ziele

Mit der Weiterentwicklung und Revision des AdA-Systems wird sichergestellt, dass das Aus- und Weiterbildungspersonal von morgen über jene Kompetenzen verfügt, die es im veränderten Umfeld benötigt, um professionell und qualitativ hochstehend arbeiten zu können. Für die Entwicklung werden sowohl die Erkenntnisse aus der Praxis wie auch der Forschung und Wissenschaft berücksichtigt.

Konkret verfolgt das Projekt folgende Ziele:

Inhaltliche Ebene:
  • Aufnehmen von Umfeldveränderungen wie z.B. Digitalisierung, Individualisierung, oder Biographieortientierung
  • Aktualisieren des Lehr-Lernverständnisses, inklusive dem Verständnis von Lern-Lehrarrangement, Lernorten etc.
  • Aktualisieren und allenfalls Öffnen des Berufsbildes
  • Hinterfragen und allenfalls anpassen des Prüfungssettings
Ebene System:
  • Qualitätssicherung und Prozesse aktualisieren und optimieren.
  • Durchlässigkeit fördern und Anschlüsse an andere Ausbildungen gewährleisten und ausbauen.
  • NQR-Einstufung ermöglichen

Durch die Trägerschaft festgelegte Rahmenbedingungen

Gesamtes System
  • Am dreistufigen System wird festgehalten.
  • Das aktuelle System soll im revidierten System wieder erkannt werden. Gleichzeitig soll das System flexibler werden.
  • Die Stufe III soll gestärkt, die Profile der beiden Diplome geschärft werden.
  • Die Verbindung zu anderen Abschlüssen bzw. Systemen werden weiter mitgedacht (BBV und PH-System).
  • Jedes Modul soll grundsätzlich bzw. wenn sinnvoll im Blended Setting angeboten werden können.
  • Spiralcurriculare Kompetenzen sollen noch klarer im System verankert werden.
Stufe II: Fachausweis
  • Stufe II bleibt modular
  • Eine Aufteilung zwischen Pflicht- und Wahlmodulen ist anzustreben
  • Vertiefungsmodule (Wahlmodule) sollen gleichzeitig als SVEB-Weiterbildungsmodule angeboten werden können.
  • Das aktuelle Qualifikationsverfahren (Zentrale Überprüfung) soll ersetzt werden. Als Alternative wird ein Vernetzungsmodul und Arbeit, welche auf die Prüfung vorbereitet, vertieft geprüft werden.
  • Die Handlungskompetenzen «Führen» oder «Projektleitung» sollen nicht in Stufe II aufgenommen werden. Leitungsanteile sind in andern Handlungskompetenzen zu integrieren.
  • Im Berufsbild und bei den Handlungskompetenzen sollen Kompetenzen zur Planung und Umsetzung von digitalen Medien und Settings aufgenommen werden.
Stufe I: SVEB-Zertifikate
  • SVEB-Zertifikat Kursleiterin/Kursleiter wird nicht modularisiert
  • SVEB-Zertifikat Praxisausbilderin/Praxisausbilder kann weiterhin modular angeboten werden.

Das Weiterbildungsmodul digital soll so weit wie möglich im Modul 1 integriert werden

Projektorganisation

  • Der SVEB-Vorstand ist als Träger des AdA-Systems oberstes Organ des Projekts. Er ist verantwortlich für die Gesamtstrategie der Revision sowie das Monitoring des Projekts.
  • Der SK AdA obliegt die fachliche Steuerung des Projekts.
  • Die QSK entscheidet über Kompetenzen und Ausgestaltung der Module sowie der Prüfungsordnungen und Wegleitungen.
  • Die (Weiter-)Entwicklung der Module und Prüfungsordnungen bzw. des Rahmenlehrplans  erfolgt in zwei Projektgruppen (Eidgenössische Prüfungen, d.h. Fachausweis und Diplom AL sowie Diplom EB HF).
  • Operativ wird das Projekt von der Geschäftsführerin des AdA Systems geleitet. Ein Projektkoordinator koordiniert eine Projektgruppe, welcher u.a. die berufspädagogischen Begleitungen angehören.

Zeitplan

2018
Juni bis DezemberIdentifikation des Revisionsbedarf durch Befragung und Einbezug folgender Stakeholder: Arbeitgebende, AdA Anbieterinstitutionen (Fragebogen Sommer 2018, Plattformtagung 30.10.2018), Absolventinnen und Absolventen von AdA-Abschlüssen (Workshop 10.12.2018)
2019
MärzStrategieworkshop der Trägerschaft und Arbeitgebenden strategische Ebene
Mai & JuniWorkshops mit Arbeitgebenden, Entwurf Berufsprofil & Handlungskompetenzen
AugustWorkshop Forschungsperspektive, aktuelle Trends und Spiegelung der Entwürfe zu Berufsprofil und Handlungskompetenzen
SeptemberPlattformtagung 26.09.2019
Vernehmlassung Entwurf Berufsprofil & Handlungskompetenzen mit Anbieterinstitutionen
NovemberStart Revision EB HF
DezemberEingabe beim SBFI: Berufsprofil und Handlungskompetenzen BP Ausbilderin/Ausbilder, HFP Ausbildungsleiterin/Ausbildungsleiter
2020
Grundlagendokumente erarbeiten:
Eidg. Prüfungen: Prüfungsordnung, Wegleitung zur Prüfungsordnung, Modulbeschreibungen
HerbstPlattformtagung Vernehmlassung der bis dahin erarbeiteten Dokumente
2021Dokumente und Arbeiten finalisieren
2023In Kraft treten der neuen Prüfungsordnungen
Übergangsbestimmungen