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Revision der eduQua-Norm

Die gültige Norm eduQua:2012 wird derzeit überarbeitet und auf die aktuellen und zukünftigen Entwicklungen in der Weiterbildung ausgerichtet. Das Konzept der Revision stützt sich auf umfassende Befragungen bei den Anspruchsgruppen ab.

Wichtigste Ziele der Revision
  • Qualitätsentwicklung bei den Anbietern optimal unterstützen
  • Trends bei den Weiterbildungsangeboten und Lernformen aufnehmen
  • Bedürfnissen der Förderstrukturen der öffentlichen Hand Rechnung tragen
  • eduQua als institutionelles Basislabel positionieren und die Koordination mit anderen Labels verstärken

Im Jahr 2019 und im ersten Halbjahr 2020 wurde die neue Norm von einem Team von Expertinnen und Experten erarbeitet. Die Revision wird von einer Begleitgruppe mitbestimmt, die gleichgewichtig aus Vertreterinnen und Vertretern der öffentlichen Hand und der Weiterbildungsakteure zusammengesetzt ist. Aufgrund der Rückmeldungen der Anspruchsgruppen und der Zertifizierungsstellen wurden die Dokumente weiter bearbeitet und im Juni 2020 vom SVEB-Vorstand verabschiedet.

Wesentliche Änderungen bei eduQua:2021

Die Änderungen bei der revidierten Norm eduQua:2021 betreffen den Aufbau der Dokumentation, die Begriffe und die Struktur.

Aufbau der Dokumentation

Bei eduQua:2021 ist die Aufteilung in drei Dokumente vorgesehen:

1) Qualitäts-Norm eduQua:2021: In diesem Dokument werden die aktuellen Grundlagen und Prinzipien der Norm vorgestellt und die wesentlichen Qualitätsanforderungen sowie die geforderten Nachweise pro Kriterium beschrieben.

2) Reglement Zertifizierungsverfahren: In diesem Dokument werden der Zertifizierungsablauf und das Verfahren im Detail vorgestellt. Weiter werden die verschiedenen Akteure, die Kosten sowie die Nutzung des Labels erläutert.

3) Wegleitung: Dieses Dokument beinhaltet Erläuterungen zu den einzelnen Kriterien und dient als Hilfestellung zur Steuerung und praktischen Umsetzung des Qualitätsmanagements.

Die verbindlichen Dokumente zur Qualitätsnorm und zum Zertifizierungsverfahren werden der Schweizerischen Akkreditierungsstelle SAS zur Vorprüfung vorgelegt. Die Wegleitung mit den Erläuterungen und praktischen Hilfestellungen wird von der eduQua-Geschäftsstelle laufend ergänzt.

Begriffe und Struktur

Die Norm baut neu auf 8 Prinzipien auf anstatt wie bisher auf 6 Kriterien. Den Prinzipien werden die insgesamt 19 Kriterien zugeordnet (anstelle der bisherigen 22 Standards). Für jedes Kriterium werden konkrete Anforderungen formuliert. Die erforderlichen Nachweise sowie weitere mögliche Dokumente werden aufgelistet.

Weitere Schritte der Revision

Gegen Ende 2020 / Anfang 2021 wird die revidierte Norm im Rahmen eines Pilotprojektes einem Praxistest unterzogen. Bei einer Reihe von unterschiedlichen Weiterbildungsinstitutionen wird die Rezertifizierung durch die entsprechende Zertifizierungsstelle bereits nach den Vorgaben von eduQua:2021 durchgeführt. Aufgrund der Beobachtung und Evaluation der Pilotierung wird ein sogenannter Validierungsbericht erstellt, der die bewährten Elemente und die nötigen Anpassungen aufzeigt.

Der Validierungsbericht dient als Grundlage für die Vorprüfung der weiterentwickelten Norm durch die Schweizerische Akkreditierungsstelle SAS im Jahr 2021. Die Veröffentlichung der neuen Norm eduQua:2021 ist auf Ende des Jahres 2021 vorgesehen. Damit können die Zertifizierungsstellen die Akkreditierung bei der SAS beantragen, und es beginnt die mindestens dreijährige Übergangsfrist. Im ersten Teil dieser Frist können die (Re-)Zertifizierungen noch nach beiden Normen durchgeführt werden, anschliessend nur noch nach eduQua:2021. Alle Zertifikate nach alter Norm (eduQua:2012) laufen spätestens am Ende der Übergangsfrist aus. Der definitive Zeitpunkt der Publikation und die genauen Übergangsfristen werden rechtzeitig kommuniziert.

Phasen der eduQua-Revision