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Fürstentum Liechtenstein lanciert Weiterbildungsgutschein

  • 01.03.2019

Das Fürstentum Liechtenstein führt ein Pilotprojekt für ein System mit Weiterbildungsgutscheinen durch. Die Aktion dauert bis Dezember. Der Wert eines Gutscheins liegt bei 500 Fr.

Im Fürstentum Liechtenstein ist ein Pilotprojekt für einen Weiterbildungsgutschein gestartet. Es ist von der Stiftung Erwachsenenbildung Liechtenstein, dem Ministerium für Inneres, Bildung und Umwelt, verschiedenen Amtsstellen, Kursanbietern und Organisationen erarbeitet worden. Der Versuch dauert bis Dezember 2019. Insgesamt stehen 100 Weiterbildungsgutscheine zur Verfügung. Jeder Gutschein hat einen Wert von 500 Fr.

Um von einem Gutschein profitieren zu können, muss man im Fürstentum Liechtenstein wohnhaft und zwischen 25 und 64 Jahre alt sein. Darüber hinaus darf das steuerbare Einkommen 45'000 Fr. nicht übersteigen. Bei Verheirateten oder Personen in einer Lebensgemeinschaft beträgt das maximale Einkommen 57'000 Fr.

Mit dem Gutschein können nur bestimmte Kurse bezahlt werden. Nach Angaben der Stiftung Erwachsenenbildung Liechtenstein akzetieren jedoch rund zehn Anbieter die Gutscheine. Insgesamt umfasst das Angebot rund 800 Kurse.

Weiterbildungsgutscheine auch in der Schweiz

Auch in der Schweiz existiert ein Gutscheinsystem, das jedoch nach anderen Kriterien funktioniert. Über weiterbildung.swiss können Privatpersonen oder Unternehmen Gutscheine für eine Weiterbildung kaufen und verschenken. Die Gutscheine zu einem frei wählbaren Preis können bei 300 angeschlossenen Weiterbildungsinstitutionen in der ganzen Schweiz eingelöst werden. Zur Auswahl stehen 22'000 Kurse.

Eine besondere Aktion läuft noch bis Ende Jahr für Unternehmen in den Schweizer Bergregionen. Sie können Weiterbildungen im digitalen Bereich mit einer 50-prozentigen Vergünstigung beziehen. Dazu müssen sie einen Berghilfe-Check durchlaufen und wiederum einen Gutschein für einen spezifischen Kurs aus dem Angebot wählen. (RS)

Schloss Vaduz Liechtenstein
Wer im Fürstentum Liechtenstein wohnt, kann vom Pilotprojekt profitieren vorausgesetzt, das Einkommen übersteigt nicht den erlaubten Maximalbetrag. (Bild: Pixabay)