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Studie «Bedeutung und Umsetzung von Weiterbildung in Kleinst- und Kleinbetrieben»

In der Schweiz sind 98% der Unternehmen Kleinst- oder Kleinbetriebe mit weniger als 50 Mitarbeitenden. Zusammen beschäftigen sie fast die Hälfte aller Erwerbstätigen in der Schweiz (BFS, 2021). Die Rolle von Weiterbildung in diesen Kleinst- und Kleinbetrieben wurde bisher in der Schweiz kaum untersucht. Insbesondere zu Weiterbildung in Betrieben mit weniger als 10 Mitarbeitenden ist wenig bekannt; diese Betriebe werden in den Erhebungen des BFS zum Thema Weiterbildung in Unternehmen nicht erfasst. Obwohl die Weiterbildung und Weiterqualifizierung von Mitarbeitenden im Zuge der Digitalisierung in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat und die Weiterbildung am Arbeitsplatz immer wichtiger wird, gibt es kaum Forschungsarbeiten zu diesem Thema. 

Der SVEB leistete in diesem Bereich bereits 2005 Pionierarbeit. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Philipp Gonon von der Universität Zürich hat der SVEB eine grossangelegte Studie mit dem Titel «KMU und die Rolle der Weiterbildung – eine empirische Studie zu Kooperationen und Strategien in der Schweiz» publiziert (Bern, 2005). Diese Studie wird nun von 2021–2023 aktualisiert und mit neuem Fokus realisiert.  

Ziel des Projekts

Das übergeordnete Ziel der Studie ist, das Weiterbildungsgeschehen in den Schweizer Klein- und Kleinstbetrieben besser zu verstehen. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Bedeutung Weiterbildung für die Betriebe hat und wie sie umgesetzt wird:

  • Welche Bedeutung hat Weiterbildung in Klein- und Kleinstunternehmen?
  • Wie weiterbildungsaktiv sind die Klein- und Kleinstunternehmen?
  • Welche Rahmenbedingungen beeinflussen die Weiterbildungsaktivität?
  • Wie sind die innerbetrieblichen Abläufe und Entscheidungsprozesse im Umgang mit der Weiterbildung gestaltet? 

Vorgehen und aktueller Stand

Die Studie folgt einem zweistufigen Vorgehen: Zuerst werden in einer quantitativen Studie 5500 Unternehmen aus dem Betriebs- und Unternehmensregister des Bundesamtes für Statistik kontaktiert und aufgefordert, an der Online-Befragung teilzunehmen (März 2022 bis Juni 2022). Im zweiten Schritt werden 10–12 Unternehmen als Beispielbetriebe mit qualitativen Interviews genauer analysiert (Juli 2022 bis Oktober 2022). Die Publikation der Studie ist für März 2023 geplant.