Erster SVEB-Hackathon: tüfteln für die Weiterbildung


Am 11. und 12. März fand zum ersten Mal der SVEB-Hackathon statt: Über 50 Teilnehmende arbeiteten in acht Gruppen an sechs Challenges. Das Ziel: mit Hilfe von künstlicher Intelligenz innovative Lösungen für das Weiterbildungsfeld skizzieren.

Start-Up-Stimmung in den Räumlichkeiten des Blue Lion in Zürich: Acht Gruppen à fünf bis acht Personen diskutierten, skizzierten, lachten und gestikulierten in mehreren Räumen auf zwei Stockwerken. Hin und wieder löste sich jemand aus einer Traube, um die SVEB-Mitarbeitenden nach Druckmöglichkeiten oder Materialien zu fragen – nur um dann wieder, fast schon konspirativ, im Gewimmel zu verschwinden.

So war das ja auch geplant, und doch überraschten dieses Engagement, die Initiative und das Tempo, mit denen die Teilnehmenden am Werk waren. Sie nahmen ihre Aufgabe, eine KI-Lösung für eine spezifische Challenge zu finden, sichtlich ernst. Zur Auswahl standen sechs Herausforderungen, jede mit einem eigenen Fokus wie z.B. Nachhaltigkeit, Teilhabe oder Zukünfte.

Engagiert und selbstorganisiert

Die Gruppen organisierten sich die meiste Zeit der zweitägigen Veranstaltung selbst. Erst beim Pitch, bei dem sie je zwei Minuten Zeit hatten, ihr Ergebnis zu präsentieren, offenbarten sie, woran sie die ganze Zeit getüftelt hatten. So präsentierte eine Crew etwa einen KI-unterstützen Anmelde-Assistenten für Weiterbildungsangebote und beendete den letzten Satz mit dem Gong, der nach zwei Minuten gnadenlos ertönte.

Eine andere stellte den Prototyp «Edukrates» vor, ein KI-Assistenzsystem für Lehrende, das zum Beispiel bestehende Materialien und Methoden analysiert. Oder «Teachform», welches Unterrichtsmaterial automatisch nach CI/CD-Regeln formatieren könnte.

«Thinghaving» für mehr Teilhabe

Das Rennen bei der Jury, bestehend aus den Fachpersonen Melanie Knieps, Linus Murbach und Livie Kundert, machte schliesslich das Ergebnis der Gruppe «Thinghaving»: ein Prototyp für einen KI-Agenten, der als eine Art Web-Crawler agiert und Weiterbildungsangebote durchforstet. So soll er Fachpersonen dabei unterstützen, Menschen mit Grundkompetenzbedarf zu beraten.

Die Jury überzeugte der bereits gut funktionierende Prototyp, der dabei helfe, die Weiterbildung zugänglicher zu machen.

Ziel war jedoch nicht nur, konkrete Resultate zu erarbeiten, sondern auch kreative Ideen zu entwickeln, zusammenzuarbeiten und Inspiration für die eigene Arbeit zu gewinnen. Am Ende war es ein gelungener und bereichernder Event, der für eine Premiere erstaunlich reibungslos ablief und das Engagement des Weiterbildungsfelds, etwas zu bewegen, unterstrich.

Der SVEB lädt die Hackathon-Teilnehmenden zu einem Follow-up-Meeting ein. Dabei wird geprüft, wie die am Hackathon entwickelten Ideen weiterverfolgt werden können.

Weitere Informationen

Kontakt

Irena Sgier
Stv. Direktorin, Leiterin Forschung, Entwicklung und Innovation

+41 (0)44 319 71 59
irena.sgier@alice.ch