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Ausbildende in der Erwachsenenbildung

Sind Sie Profi in Ihrem Fachgebiet? Verspüren Sie den Wunsch, Ihr Fachwissen weiterzugeben? Für die Arbeit als Ausbildender oder Ausbildende brauchen Sie mehr als Fachwissen und Know-how. Sie brauchen die Kompetenz, Ihr Wissen profesionell zu vermitteln. In der Schweiz ermöglichen Ihnen zahlreiche Angebote, sich für die Bildungsarbeit mit Erwachsenen zu qualifizieren.

AdA: Ausbildung der Ausbildenden

Der SVEB setzt sich seit Jahren für professionelle Ausbildende und qualitativ hochstehenden Unterricht in der Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen ein. Unser AdA-System umfasst Ausbildungen von der Stufe der Kursleitung bis zum Niveau der Ausbildungsleitung. Diese Ausbildungen stehen allen Personen offen, unabhängig davon, in welchem Berufsfeld sie unterrichten.

AdA-Abschlüsse

Ada-Baukastensystem

Ausbilden als Beruf? Bedingung ist, dass Sie eine inhaltliche Qualifikation mit Berufspraxis mitbringen, denn das Aus- und Weiterbilden von Erwachsenen ist kein Erstberuf, sondern eine Zusatzqualifikation für Personen, die ihr Wissen und Können weitergeben wollen.

Beispiel 1: Von der Praxis in den Kursraum

A. ist Pflegefachfrau mit langjähriger Erfahrung und einer Spezialisierung in der Betreuung von Demenzkranken. Sie liebt ihren Beruf und gibt ihr Wissen gern an jüngere Berufskolleginnen sowie an die Angehörigen ihrer Patienten weiter. Mit 40 möchte sie sich beruflich weiterentwickeln. Sie kann sich vorstellen, Kurse für Angehörige von Demenzkranken zu leiten. Um ihr Wissen professionell vermitteln zu können, erwirbt sie einen didaktischen Abschluss, zum Beispiel ein SVEB-Zertifikat. Sie wird Kursleiterin, bleibt aber weiterhin als Pflegefachfrau in der Praxis tätig.

Viele Wege zum Beruf

Die Wege in die Aus- und Weiterbildung von Erwachsenen sind vielfältig. Mittlerweile gibt es neben dem AdA-Baukasten eine ganze Anzahl weiterer Angebote, um sich als Ausbildungsperson in der Erwachsenenbildung zu qualifizieren. So gibt es z.B. den Abschluss Erwachsenenbildner/in HF (Höheren Fachschulen) sowie verschiedene Zertifikate, Diplome und Master of Advanced Studies (CAS, DAS, MAS), welche von Hochschulen angeboten werden.

Jedes Angebot hat seine spezifischen Schwerpunkte. Sie unterscheiden sich beispielsweise im Verhältnis zwischen Theorie und Praxis. Während AdA-Abschlüsse immer einen starken Bezug zur Praxis haben, kann ein universitäres CAS in Erwachsenenbildung einen geringen Praxisbezug aufweisen, dafür mehr theoretisches Wissen sowie das Rüstzeug für wissenschaftliches Arbeiten vermitteln. Welcher Weg für wen am besten passt, hängt in erster Linie davon ab, welche Ziele man mit der Ausbildung verfolgt. Sehr oft werden verschiedene Wege kombiniert.

Beispiel 2: Von der Wissenschaft in die Praxis

C. arbeitet seit einigen Jahren als Organisationspsychologe an der Universität. Dabei hat er sein Talent für die Lehre entdeckt und ein CAS in Hochschuldidaktik absolviert. Allmählich empfindet er es aber als unbefriedigend, Fragen der Organisationpsychologie immer nur theoretisch zu diskutieren. Er möchte sein Wissen an Betriebe weitergeben. Dazu braucht er didaktische Kompetenzen, die auf die Praxis ausgerichtet sind. Er erwirbt neben dem wissenschaftlich ausgerichteten CAS noch ein eidg. Diplom Ausbildungsleiter/in und bietet in Betrieben Trainings für Führungskräfte an.