Die Stadt Zürich will die Arbeitsmarktfähigkeit Erwachsener fördern und startet zu diesem Zweck eine Ausschreibung. Insbesondere Ideen, die Menschen den Zugang zu Weiterbildung und Qualifizierung erleichtern, werden unterstützt.
Die Stadt Zürich möchte in Zürich wohnhafte Erwachsene mit geringen oder ungeeigneten Qualifikationen unterstützen. Mit der «Sonderrechnung zur Förderung der Arbeitsmarktfähigkeit» verfügt sie über finanzielle Mittel von rund drei Millionen Franken, um innovative Projekte und Programme zur Stärkung der Arbeitsmarktfähigkeit zu finanzieren, wie sie schreibt. Vom 16. Juni bis zum 15. September 2026 können «private Trägerschaften» Gesuche für Projekte und Programme einreichen.
Das Ziel: Die Arbeitsmarktfähigkeit der Zielgruppe fördern. Diese bezeichnet die «Fähigkeit einer Person, fachliche, soziale und methodische Kompetenzen unter sich wandelnden Bedingungen auf dem Arbeitsmarkt zielgerichtet und eigenverantwortlich anzupassen und einzusetzen, um eine Beschäftigung zu erlangen oder zu erhalten».
An Erwachsene ohne Abschluss gerichtet
Zielgruppe sind Erwachsene ohne anerkannten nachobligatorischen Abschluss (Sekundarstufe II oder Tertiärstufe) oder mit einer Ausbildung, welche nicht (mehr) den Anforderungen des Arbeitsmarkts entspricht. Jugendliche und junge Erwachsene ohne Erstausbildung oder Personen in der Sozialhilfe gehören nicht zur Zielgruppe, da diesen Personen in der Stadt Zürich bereits verschiedenen Angebote zur Verfügung stehen, heisst es.
Geringqualifizierte Erwachsene seien überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit oder prekären Arbeitssituationen betroffen. Zudem nehmen sie nur selten an beruflichen Weiterbildungen teil, obwohl sie davon besonders stark profitieren würden. Mit der Stärkung ihrer Arbeitsmarktfähigkeit können sie ihr Risiko und die Dauer von Arbeitslosigkeit verringern und ihre Erwerbssituation nachhaltig verbessern, schreibt die Stadt.
Auswahlkriterien
Unterstützungsfähige Projekte und Programme müssen mindestens eines der nachfolgenden Förderziele verfolgen:
- Sie verbessern den Zugang (zu Angeboten, Informationen, Ressourcen, Netzwerken).
- Sie bauen Weiterbildungsbarrieren ab.
- Sie schliessen Angebotslücken im Bereich Grundkompetenzen.
- Sie entwickeln arbeitsmarktrelevante Qualifikationsmassnahmen.
Aber auch Zielgruppenerreichung, Empowerment, Innovations- und Modellcharakter, Machbarkeit, Wirksamkeitsnachweis und Nachhaltigkeit spielen bei der Beurteilung der Eingaben eine Rolle.
Bei einem Hackathon am 4. Juni 2026 haben private Trägerschaften die Möglichkeit, gemeinsam innovative Ideen zur Förderung der Arbeitsmarktfähigkeit Erwachsener zu entwickeln und sich zu vernetzen.

