KI-Einsatz in Unternehmen – grosse Erwartungen, (noch) wenig Wirkung


Eine neue internationale Studie liefert erstmals repräsentative Daten darüber, wie Firmen künstliche Intelligenz nutzen und welche Effekte auf die Produktivität und Beschäftigung diese feststellen und erwarten.

Die Studie des National Bureau of Economic Research (NBER) basiert auf einer repräsentativen internationalen Befragung von fast 6000 Führungskräften (insbesondere CEOs, CFOs und anderen leitenden Angestellten) aus Unternehmen in vier Ländern: USA, Vereinigtes Königreich, Deutschland und Australien. Die Befragungen fanden zwischen November 2025 und Januar 2026 statt.

Erfasst wurde unter anderem, ob und wie aktiv Unternehmen KI heute nutzen, wie intensiv Führungskräfte KI anwenden, welche Effekte auf Produktivität, Output und Beschäftigung in der Vergangenheit wahrgenommen wurden und für die Zukunft erwartet werden sowie welche Erwartungen die Arbeitnehmenden haben.

Hohe Verbreitung von KI, aber geringe Effekte



Rund 70 Prozent der befragten Firmen setzen bereits KI ein – vor allem jüngere und produktivere Unternehmen. Gleichzeitig geben viele an, dass Führungskräfte KI im Schnitt etwa 1,5 Stunden pro Woche aktiv nutzen, wobei dies seit Anfang 2025 stark zugenommen hat.

Über 80 Prozent der Unternehmen berichten jedoch auch, dass KI in den letzten drei Jahren weder spürbare Produktivitäts- noch Beschäftigungseffekte erzeugt hat. Für die Zukunft, genauer für die kommenden drei Jahre, erwarten sie hingegen signifikante Veränderungen: KI soll die Produktivität um etwa 1,4 Prozent steigern, die Output-Leistung um 0,8 Prozent erhöhen und die Beschäftigung um rund 0,7 Prozent reduzieren. 

Die Beschäftigten ihrerseits sehen einen leichten Anstieg der Beschäftigung (+0,5 Prozent) voraus.

Die NBER-Studie zeigt also: KI wird zwar genutzt, ihr Potenzial scheint aber in den meisten Unternehmen noch nicht ausgeschöpft. Diese erwarten, dass die grossen Auswirkungen der Technologie noch eintreffen werden.

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