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Weiterbildung in KMU

Art und Intensität betrieblicher Weiterbildung hängt unter anderem mit der Grösse des Unternehmens zusammen. Während Grossunternehmen oft über eigene Abteilungen für die Weiterbildung ihrer Mitarbeitenden verfügen, stellen sich für KMU andere Herausforderungen. Die Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS), die im Rahmen der «Statistik der beruflichen Aus- und Weiterbildung»  erfasst werden, zeigen dementsprechend, dass kleinere Unternehmen im Schnitt weniger Weiterbildungsaktivitäten unterstützen als grössere.

Der SVEB hat zum Ziel, das Thema Weiterbildung für KMU zugänglich zu machen und qualitative Weiterbildung in diesem Bereich zu fördern. Dazu erarbeitet er Grundlagen, Ansätze und Strategien zur Weiterbildung in KMU und vernetzt die Weiterbildungsanbieter mit der Wirtschaft.

Hintergrund

Die wichtigsten Zahlen
Die aktuellen Zahlen des BFS zur Unternehmensstruktur in der Schweiz gehen auf das Jahr 2015 zurück. Sie zeigen, dass 99.7% der Unternehmen in der Schweiz KMU sind. Die überwiegende Mehrheit davon sind Kleinstunternehmen mit bis zu neun Mitarbeitenden, die 90% der Schweizer Unternehmen ausmachen. 68% der Beschäftigten in der Schweiz arbeiten bei KMU. Die vollständigen Statistiken des BFS finden sie hier.

Die Zahlen des BFS zur Weiterbildungsaktivität der Unternehmen beziehen sich ebenfalls auf 2015. Dabei sind Kleinstunternehmen mit bis zu neun Beschäftigten nicht berücksichtigt. Für die übrigen Unternehmen zeigen die Zahlen, dass mit absteigender Grösse der Unternehmen sowohl die Unterstützung von Weiterbildung generell als auch der Anteil der Mitarbeitenden, die im Unternehmen davon profitieren, sinken. Die Unternehmensgrösse allein kann die Weiterbildungsaktivität jedoch nicht erklären, se bestehen zwischen den verschiedenen Wirtschaftssektoren beispielsweise sehr starke Unterschiede. Hier finden Sie die Zahlen des BFS und weitere Informationen auf einen Blick.


Umsetzung und Formen der Weiterbildung in KMU

Betriebliche Weiterbildungsmassnahmen umfassen alle Formen des organisierten Lernens, die sich innerhalb oder ausserhalb des Betriebs mit beruflichen Inhalten auseinandersetzen. Welche Formen und Ansätze dies  beinhaltet sowie einen Best-Pracitice Bericht und weitere Grundlagen finden Sie auf der Seite weiterbildung-in-kmu.ch. Eine explorative Studie des SVEB zur Weiterbildung in KMU von 2017 (Download) liefert zwar keine repräsentativen Zahlen, zeigt jedoch einige Tendenzen auf:

  • Bei kleinen Unternehmen ist die persönliche Einstellung der Führungskräfte gegenüber dem Thema Weiterbildung zentral für eine strategische Umsetzung.
  • Mitarbeitergespräche sind bei KMU weit verbreitet. Die Unternehmen stehen bei der systematischen Aufnahme des Bildungsbedarfes der Mitarbeitenden wie auch des Bedarfs des Betriebes selbst vor grossen Herausforderungen.
  • Fachliche Themen werden bei den Inhalten von Weiterbildungen an erster Stelle genannt. Bei der Form sind interne Schulungen durch das eigene Personal oder durch Lieferanten stark verbreitet.
  • Die Branchenverbände werden sehr oft als primärer externer Partner für Weiterbildungen genannt. Von Weiterbildungsanbietern erwarten KMU Angebote, die spezifisch auf ihren Kontext zugeschnitten sind.

Aktivitäten des SVEB

Der SVEB will die Weiterbildungsszene und die Inhaber von KMU besser vernetzen. Dies geschieht durch eine jährliche KMU-Tagung, die vom SVEB veranstaltet und durch eine Begleitgruppe beraten wird. Den Tagungsrückblick und die ersten Erkenntnisse der 2017 ins Leben gerufenen Tagungsreihe finden Sie hier. Daneben bewirtschaftet der Verband die Seite weiterbildung-in-kmu.ch, welche Grundlagen, Tipps sowie einen Weiterbildungs-Check für KMU bereit stellt.

Durch Forschung und Projektarbeit engagiert sich der SVEB, um ein Kompetenzzentrum für die Weiterbildung in KMU aufzubauen. Mit einer explorativen Studie (Download) wurde 2017 auf qualitativer Ebene ein erster Vorstoss unternommen. Im Rahmen eines EU-Projektes, soll das bisher ungenügende Wissen zur Weiterbildung in Kleinstbetrieben verbessert werden. Eine grossangelegte empirische Studie von 2005 zu diesem Thema findet sich im Shop.