SVEB-Hackathon 2026 | KI in der Weiterbildung
Wie können wir Künstliche Intelligenz in der Weiterbildung sinnvoll, verantwortungsvoll und gewinnbringend einsetzen? Am ersten SVEB-Hackathon entwickeln Fachpersonen aus der Weiterbildung gemeinsam innovative Konzepte für den Einsatz von KI.

Challenge 1: Zukünfte mit KI denken lernen
Der Einsatz von KI verändert die Arbeitswelt, Bildung und Gesellschaft grundlegend – oft schneller, als Weiterbildungsakteure darauf vorbereitet sind. Zwar besteht das Interesse an KI in der Weiterbildung, doch fehlt es häufig an Raum zur Reflexion möglicher Zukunftsszenarien und deren gesellschaftlicher Auswirkungen.
Zukunftsdenken im Kontext von KI wird selten gefördert, insbesondere nicht im Sinne kritischer Reflexion über technologische Entwicklungen, zugrundeliegende Werte und mögliche Alternativen. Es fehlt an Tools, die dazu anregen, sich aktiv, kreativ und differenziert mit verschiedenen «Zukünften» auseinanderzusetzen.
Aufgabe
Entwicklung eines Konzepts für eine KI-gestützte Lösung, die Weiterbildungsakteure befähigt, Zukunftsszenarien rund um den Einsatz von KI zu erkunden, zu hinterfragen und zu gestalten sowie Future Skills aufzubauen.
Challenge 2: KI für individualisierte Angebotsentwicklungen
Weiterbildungsangebote folgen häufig einem standardisierten Schema, das nur begrenzt Raum für individuelle Lernwege lässt. Digitale Lösungen existieren zwar, nutzen jedoch das Potenzial von KI zur Personalisierung von Lernpfaden bisher nur begrenzt.
Teilnehmende bringen unterschiedliche Vorkenntnisse, Ziele und Lebensumstände mit, was zu ungleichen Bildungschancen führt. Es fehlt an flexiblen, skalierbaren Lösungen, die individuelle Lernpfade in der Breite ermöglichen.
Aufgabe
Entwicklung eines Konzepts für eine KI-gestützte Lösung, die es ermöglicht, in einem experimentellen Setting personalisierte Weiterbildungsangebote zu erstellen.
Challenge 3: KI für mehr Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit hat in den vergangenen Jahren in allen gesellschaftlichen Bereichen an Bedeutung gewonnen – so auch in der Weiterbildung. Viele Weiterbildungsanbieter haben Nachhaltigkeit bereits auf unterschiedlichen Ebenen (z.B. Management, Organisationsentwicklung oder im Bildungsangebot) verstärkt aufgenommen, stehen aber weiterhin vor der Herausforderung, nachhaltige Handlungskompetenzen zu vermitteln, die langfristig wirksam sind.
Bisher fehlt es an praxisnahen, spielerischen Lösungen, die Weiterbildungsakteure dabei unterstützt, Nachhaltigkeit in der Weiterbildung weiter zu fördern und zu stärken – massgeschneidert auf unterschiedliche Lernbedarfe und Kontexte.
Aufgabe
Entwicklung eines Konzepts für eine KI-gestützte Lösung, die Weiterbildungsakteure dazu befähigt, nachhaltige Handlungskompetenzen zu fördern. Die Lösung soll Lernprozesse interaktiv gestalten, individuell auf Akteure eingehen und nachhaltiges Handeln langfristig stärken.
Challenge 4: KI-Assistent für Ausbildende
Ausbildende stehen heute vor der Aufgabe, vielfältige Lernbedarfe, unterschiedliche Zielgruppen und sich wandelnde Rahmenbedingungen in ihren Kursen zu berücksichtigen. Lernmaterialien, Konzepte und Methoden müssen entsprechend flexibel angepasst werden.
Während KI grosses Potenzial zur Unterstützung bietet, fehlt es oft an passenden Hilfestellungen, die die Erfahrungen, Arbeitsweise und didaktischen Vorlieben der Ausbildenden berücksichtigen.
Aufgabe
Entwicklung eines Konzepts für eine KI-gestützte Lösung, die Ausbildende darin unterstützt, KI als Ressource in der Planung, Durchführung oder Reflexion der Lehrpraxis von Ausbildenden zu nutzen, unter Berücksichtigung ihrer Arbeitsweise, Erfahrungen und didaktischen Vorlieben.
Challenge 5: Mehr Teilhabe durch KI
In einer zunehmend digitalisierten Weiterbildungslandschaft steigt das Angebot an Online-Kursen, Lernplattformen und digital unterstützten Lernformaten. Gleichzeitig gibt es Bevölkerungsgruppen, die beim Zugang zu diesen Angeboten strukturell benachteiligt sind – etwa aufgrund von Alter, geringer digitaler Kompetenz, Wohnlage, finanziellen Hürden, sprachlichen Barrieren usw.
Viele bestehende Weiterbildungsangebote erreichen nicht jene Menschen, die besonderen Unterstützungsbedarf haben. Es fehlen KI-gestützte Lösungen, die Barrieren abbauen, Lernwege individualisieren und Zugang zu Inhalten – abgestimmt auf unterschiedliche Lebensrealitäten – niedrigschwellig, verständlich und motivierend gestalten.
Aufgabe
Entwicklung eines Konzepts für eine KI-gestützte Lösung, die Menschen mit eingeschränktem Zugang zu Weiterbildung aktiv unterstützt, Inhalte verständlich aufbereitet und individuelle Lernpfade niedrigschwellig ermöglicht.
Challenge 6: Einsatz von KI in der Organisation von Weiterbildungsinstitutionen
Viele Weiterbildungsorganisationen arbeiten nach wie vor mit stark manuellen, wenig integrierten Prozessen – etwa in der Kursplanung, Ausbildendenkoordination oder Teilnehmendenverwaltung. Ressourcenknappheit und Zeitdruck erschweren Innovation im operativen Alltag.
Wiederkehrende Aufgaben, fehlende Transparenz und isolierte Systeme bremsen die Effizienz. Es fehlt an intelligenten Lösungen, die Weiterbildungsorganisationen bei der Planung, Steuerung und Weiterentwicklung ihrer Angebote aktiv unterstützen.
Aufgabe
Entwicklung eines Konzepts für eine KI-gestützte Lösung, die (eine) zentrale Herausforderung(en) in der Organisation und Verwaltung von Weiterbildungsorganisationen andressiert, mit dem Ziel Prozesse «smarter», effizienter und vorausschauender zu gestalten.
Infos zum Einsatz von KI
Der Einsatz von KI – insbesondere hinsichtlich Umfang, Zweck und verwendeter Tools – ist den teilnehmenden Teams grundsätzlich freigestellt. Voraussetzung ist ein verantwortungsvoller, transparenter und rechtskonformer Umgang mit KI-Systemen. Die inhaltliche Verantwortung für die eingereichten Beiträge liegt ausschliesslich bei den Teams. KI-generierte Inhalte sind kritisch zu prüfen und bei Bedarf zu überarbeiten. Auf Anfrage sind Art (z. B. Ideengenerierung, Strukturierung von Inhalten, Materialerstellung oder Prototypentwicklung) und Umfang des KI-Einsatzes gegenüber der Jury sowie den Organisatorinnen und Organisatoren nachvollziehbar offenzulegen.
Präsentation der Ideen und Bewertungsaspekte
Präsentation der Ideen
Die Form der Präsentation ist den teilnehmenden Teams freigestellt. Die Vorstellung der Projektideen erfolgt im Plenum vor allen Teilnehmenden, der Jury sowie den Organisatorinnen und Organisatoren. Für die Präsentation stehen ein Beamer (z.B. zur Einblendung von Präsentationsfolien oder anderen digitalen Inhalten), Flipcharts, Pinnwände, Materialien aus dem Moderationskoffer sowie Mikrofone zur Verfügung. Die Präsentation kann durch eine einzelne Person oder durch das gesamte Team erfolgen. Die Darstellung soll dem Bewertungsaspekt «Qualität der Präsentation» entsprechen. Die Präsentationszeit beträgt maximal zwei Minuten. Nach Ablauf dieser Zeit wird die Präsentation unterbrochen.
Bewertungsaspekte
Originalität und Innovation
Das entwickelte Konzept eröffnet neue und kreative Wege, sich mit dem Thema KI in der Weiterbildung auseinanderzusetzen. Aspekte wie Zukunftsfähigkeit, Inklusion und verantwortungsvoller KI-Einsatz werden ebenso berücksichtigt wie Reflexion, Haltung, zugrunde liegende Weltbilder und die Förderung von Gestaltungsfähigkeit.
Relevanz für die Weiterbildung
Das entwickelte Konzept adressiert konkrete Herausforderungen der Weiterbildung (z.B. Personalisierung, Effizienz, Fachkräftesicherung usw.). Der Nutzen für die jeweilige Zielgruppe ist klar definiert und nachvollziehbar beschrieben.
Machbarkeit und Umsetzbarkeit
Das entwickelte Konzept beschreibt realistische Umsetzungsschritte. Technische, organisatorische und zeitliche Rahmenbedingungen werden berücksichtigt. Ein möglicher Prototyp oder eine erste Umsetzungsperspektive ist erkennbar.
Praxisnutzen und Impact
Der konkrete Mehrwert für Akteure der Weiterbildung (insbesondere Ausbildende, Teilnehmende oder Organisationen) wird deutlich dargestellt. Das Konzept hat Potenzial für Skalierung, Weiterentwicklung und nachhaltige Wirkung.
Qualität der Präsentation
Die Präsentation ist klar strukturiert, verständlich und überzeugend. Problem, Lösung und Nutzen werden logisch dargestellt. Die Jury kann die Idee schnell erfassen und bewerten.
Jury
- Melanie Knieps: Digital Society Initiative der Universität Zürich, Forschende Cybersecurity
- Linus Murbach: Powercoders, Co-Lead Powercoders, Programm Manager
- Livie Kundert: Swiss Alliance for Digital Inclusion, Senior Project Manager
Gewinnerteam
- Gewinnerzertifikat: Offizielles Zertifikat mit Bestätigung als Siegerteam des SVEB KI-Hackathons 2026.
- Coaching & Follow-up: Nachbetreuungs-Meetings mit SVEB-Coaching für das Gewinnerteam bei Weiterverfolgung des Projekts.
- Newsletter-Präsenz: Vorstellung des Gewinnerprojekts im SVEB-Newsletter (Versand an über 6500 Personen im Schweizer Weiterbildungsbereich).
Tipps
KI-Assistent
Der Hackathon-KI-Assistent ist ein ko-intelligenter Sparringspartner für Hackathon-Teams, der bei Problemklärung, Ideation, Risiko-Checks und Transparenz unterstützt. Dabei fordert er strikt menschliche Entscheidungen ein und strukturiert den verantwortungsvollen KI-Einsatz entlang klarer Touchpoints – alles innerhalb der SVEB-Hackathon-Regeln.
Die Nutzung des Hackathon-KI-Assistenzen ist mit einem kostenlosen ChatGPT-Account möglich:
Feedback und Fragen bitte an: markus@willadvise.ch
