Präventive Weiterbildung: Ständerat nimmt Motion an


Der Ständerat hat am 14. September der abgeschwächten Motion 25.4414 zugestimmt. Diese verlangt eine Analyse, ob es präventive Weiterbildungen und Umschulungen für Erwerbstätige braucht, deren Berufsfelder von Umbrüchen betroffen sind.

Ursprünglich hatte die Motion eine nationale Strategie gefordert. Die Kommission für Wissenschaft, Bildung und Kultur des Ständerats WBK-S schwächte das Anliegen im Juni ab. Verlangt wird neu eine Prüfung der heutigen interinstitutionellen Zusammenarbeit des Bundes, der Kantone und der Sozialpartner. Daraus sollen der Bedarf, die Zielgruppen, die Zuständigkeiten und die Finanzierungsfragen abgeleitet werden.

Die Modifikation ermöglicht es, gemeinsam mit den betroffenen Bereichen zu überprüfen, ob das Instrumentarium an Massnahmen ausreichend ist oder gezielt ergänzt werden soll, sagte Mitte-Ständerat Benedikt Würth.

Tiana Moser: «Hohe Dringlichkeit»

Tiana Moser, GLP-Ständerätin und SVEB-Präsidentin wandte ein, dass sie die Abschwächung der Motion bedaure und betonte, dass die Analyse darum mit einer hohen Dringlichkeit anzugehen sei: «Die Umbrüche, die sich auf dem Arbeitsmarkt aufgrund der Entwicklung der künstlichen Intelligenz abzeichnen, sind sehr gross. Gleichzeitig ist festzustellen, dass die Weiterbildungen eher zurückgehen. Wir haben hier also einen Graben, der auseinanderklafft und der uns politisch, auch auf nationaler Ebene, stark beschäftigen muss.»

Auch wenn gemäss Änderungsantrag die Akteure der Berufs- und Weiterbildung aus dem Motionstext gestrichen werden, sei es doch wichtig ist, dass diese in der Erarbeitung dieser Analyse und dann natürlich auch in der Umsetzung der Massnahmen berücksichtigt werden.

Das Geschäft geht jetzt in den Nationalrat. Der SVEB fordert diesen auf, die angepasste Motion ebenfalls anzunehmen.