Der SVEB respektive die SVEB-Geschäftsstelle Romandie hat sich mit französischsprachigen Organisationen zu Grundkompetenzen ausgetauscht. Fazit: Es braucht einen klaren Rahmen für Grundkompetenzen, Alltagsmathematik ist das «Stiefkind» und Angebote müssen nahe an der Lebensrealität der potenziellen Teilnehmenden sein.
Der SVEB hat Gespräche mit der ANLCI (Frankreich), Lire et Écrire (Belgien) und mehreren Bildungsorganisationen (ALPES, Ressourcenzentren für Analphabetismus usw.) geführt. Diese Treffen ermöglichten den Austausch von Ansätzen in den Bereichen Alphabetisierung, Rechnen und Ausbildung von Ausbildenden in verschiedenen nationalen Kontexten.
Aus Schweizer Sicht bestätigten die Diskussionen, wie wichtig ein klarer Rahmen für Grundkompetenzen ist, gerade im Zusammenhang mit der Finanzierung des Bundes und dem Zugang zur Weiterbildung. Die laufenden Arbeiten an einem Referenzrahmen für die Professionalisierung von Ausbildern im Bereich Grundkompetenzen und das Programm «Einfach besser am Arbeitsplatz» stehen ganz im Zeichen dieser Herausforderungen.
Grosser Bedarf an Ausbilderinnen und Ausbildern
Das Treffen hat weiter…
• … bestätigt, dass Alltagsmathematik nach wie vor das «Stiefkind» der Grundkompetenzen ist und ein grosser Bedarf an Ausbilderinnen und Ausbildern besteht.
• … die Bedeutung von pädagogischen Ansätzen hervorgehoben, die in Lebens- und Arbeitssituationen verankert sind (Gesundheit, Beschäftigung, Elternschaft, digitale Verwaltungsvorgänge).
• … den Austausch konkreter Instrumente gefördert, die als Inspiration für Projekte in der Schweiz dienen können (europäische pädagogische Szenarien, Einstufungsinstrumente wie EVA, digitale Ressourcen für die Alphabetisierung, Instrument zur Risikoanalyse für Unternehmen im Zusammenhang mit den Grundkompetenzen EVApro, Risikokartierung, Erstellung von Datenblättern pro Region zur Bewertung der Risiken im Bereich der Grundkompetenzen)
Nächste Schritte für den SVEB
Der SVEB plant, den Austausch mit den französischen und belgischen Partnern fortzusetzen, um bewährte Instrumente an den Schweizer Kontext anzupassen. Diese Kooperationen sollen die Qualität der Weiterbildung und die Anerkennung des Berufs des Erwachsenenbildners im Bereich der Grundkompetenzen fördern.

