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Das Fundament des neuen AdA-Systems steht

  • 17.09.2020

An der AdA-Plattformtagung vom 15. September zeigte sich: Die Revision des AdA-Systems steht auf einer soliden Basis. Zu reden gaben ausserdem die Corona-Situation, der dadurch ausgelöste Digitalisierungsschub – und ethische Entscheidungsfindungen.

Die Revision des AdA-Systems hat einen weiteren Meilenstein passiert. An der diesjährigen AdA-Plattformtagung hatten die Weiterbildungsanbieter und weitere Stakeholder die Gelegenheit, sich ausführlich über den aktuellen Stand der Revision auszutauschen. Dass diese grossmehrheitlich wohlwollend aufgenommen wird, zeigte sich an einer vorgängig durchgeführten Anbieter-Befragung, die in einem der Tagungs-Workshops vorgestellt wurde: Darin gaben 94 % der Befragten an, «zufrieden» oder gar «sehr zufrieden» zu sein mit dem neuen Qualifikationsprofil für den Fachausweis Ausbilderin/Ausbilder.

Breit akzeptierte Grundlage

Das Fundament sei nun betoniert, einige Mauern des Gebäudes auch schon errichtet, aber noch keine Räume fertiggestellt, fasste Moderator Hans-Peter Karrer am Ende der Tagung zusammen. Will heissen: Die Grundzüge des neuen AdA-Systems sind da und offenbar auch breit akzeptiert – auf dieser Grundlage werden nun als nächstes die Modulbeschreibungen verfasst. Klar wurde aber auch, dass noch einige Entscheidungen getroffen werden müssen bis zum angestrebten Abschluss der Revision im Jahr 2023. Einen Input hierfür lieferte Philosophin Barbara Bleisch mit ihrer Keynote zur ethischen Entscheidungsfindung; wobei der eigentliche Grund für ihren Vortrag an der Tagung der war, dass das neue Qualifikationsprofil einen Handlungskompetenzbereich zu ethischem Handeln im Berufsalltag der Ausbildenden enthält und damit Teil des neuen AdA-Systems ist.

Corona bleibt wichtiges Thema

An der Corona-Krise und ihren Folgen für die Weiterbildungsbranche kam natürlich auch die Plattformtagung nicht vorbei. Neben den zwei Workshops zur AdA-Revision bot ein dritter Workshop Gelegenheit zum Austausch über das Thema. Ein vielgeäusserter Wunsch war, die aktuell bis Ende 2020 gültigen Sonderregelungen bald zu verlängern, die beispielsweise in den AdA-Modulen mehr Online-Unterricht zulassen. Überhaupt warf der coronabedingte Digitalisierungsschub im Weiterbildungssektor einige Fragen auf, etwa danach ob Fern- als gleichwertig zum Präsenzunterricht angesehen werden soll. Der AdA-Plattformtagung 2020 selbst blieb das Schicksal derweil erspart, im digitalen Raum stattfinden zu müssen – in den grossen Räumen der Bernexpo liessen sich die Abstandsregeln einhalten.