Hauptinhalt

Deutschland: deutlich weniger Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten

  • 14.05.2019

An der Jahreskonferenz der AlphaDekade in Berlin wurden die Resultate der Grundbildungsstudie LEO 2018 vorgestellt. 6,2 Millionen Menschen in Deutschland können gemäss der Studie nicht ausreichend lesen und schreiben. Damit hat sich diese Zahl gegenüber 2011 um über eine Million verringert. Als Ursache für die positive Entwicklung nennen die Forschenden insbesondere den demografischen Wandel und den steigenden Bildungsstand in Deutschland.

Die Studie, die von der Universität Hamburg durchgeführt wird, ist die wichtigste repräsentative Studie im Bereich Grundkompetenzen für Deutschland. Sie erfasst nicht nur die Anzahl Menschen mit Lese- und Schreibschwierigkeiten, sondern gibt auch Aufschluss über sozioökonomische Faktoren dieser Gruppe und erfasst die möglichen Hürden und Konsequenzen, denen sie begegnet.

So zeigt die Studie unter anderem auch auf, dass heute 62% statt vorher 57% der Personen mit Lese- und Schreibschwächen erwerbstätig sind. Dies führt die Studie hauptsächlich auf die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt zurück und schliesst daraus auf die Wichtigkeit von entsprechenden Weiterbildungsangeboten am Arbeitsplatz. (PhS)