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Stärkung der politischen (Weiter-)Bildung

  • 08.02.2019

Demokratie muss gelernt werden. Dieser Erkenntnis folgt die Mehrheit der Kommissionen für Wissenschaft, Bildung und Kultur (WBK). Sie hat Anfang Februar mit 14 zu 11 Stimmen der parlamentarischen Initiative von Nadine Masshardt (SP, Bern) zugestimmt. Diese verlangt eine Förderung der politischen Bildung von Berufsschülerinnen und Berufsschülern durch den Bund.

Wie die Kommission in einer Medienmitteilung schreibt, sei ihr die politische Bildung ein grosses Anliegen. Gerade in der Schweiz mit ihren Instrumenten der direkten Demokratie sei die Vorbereitung von jungen Erwachsenen auf die Nutzung ihrer politischen Rechte fundamental, die schulische politische Bildung deshalb ein wichtiger Beitrag zum Funktionieren der Demokratie.

Die Initiative sieht vor, die politische Bildung als besondere Leistung zu definieren und das Berufsbildungsgesetz entsprechend zu ändern. Dank einer solchen Änderung könnte politische Bildung jedoch auch in der berufsorientierten Weiterbildung gefördert werden. Dies begrüsst der SVEB ausdrücklich.

Demokratie muss nämlich nicht nur in jungen Jahren gelernt werden, sondern ständig. Migration, der technologische Wandel und die Verunsicherungen in Zeiten von Fake News sind Trends, die auch Erwachsene in ihrem politischen Handeln herausfordern und politische Bildung verlangen. In der Erwachsenenbildung wird dies gegenwärtig aber weitgehend ausgeblendet. (RS) 

zur Medienmitteilung

Fake News
Wie man mit Fake News umgeht, stellt auch viele Erwachsene vor grosse Herausforderungen. (Bild: Pixabay)

Schwerpunktthema "Demokratie"

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Mit Blick auf die Geschichte ist sie bis heute eher eine Randnotiz. Will sie sich halten, braucht sie vor allem eines: mündige Bürgerinnen und Bürger. Das wiederum setzt Bildung voraus, auch die Bildung von Erwachsenen. Wie es um die poltische Weiterbildung heute steht, untersuchte die Fachzeitschrift "Education Permanente" im Juni 2018.

Das Magazin beleuchtet die (vernachlässigte) Tradition der politischen Erwachsenenbildung und zeigt mit Blick auf Serbien, welche Auswirkungen das Verschwinden politischer Erwachsenenbildung aus dem Alltag haben kann. Die Digitalisierung ist nicht nur Gefahr für die Demokratie, sie bietet auch grosses Potenzial der Bürgerbeteiligung. In einem Gespräch zur digitalen Demokratie äussern sich zwei renommierte Forscher der Universität Zürich.

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