Gleichwertigkeitsbeurteilung:
ZA-DL Variante B

Die Gleichwertigkeitsbeurteilung (GWB) nach Variante B erfolgt nach einer Praxisdemonstration in Ihrem Arbeitsfeld und einem Prüfungsgespräch.

Die von der Expertin bzw. dem Experten beobachtete Ausbildungssequenz kann physisch am Ausbildungsort oder digital in einem synchronen Ausbildungssetting durchgeführt werden und dauert 90 Minuten. Darauf folgt ein Prüfungsgespräch von 60 Minuten, bei dem Sie mit der Expertin bzw. dem Experten die Ausbildungssequenz reflektieren und weitergehende Fragen diskutieren.

Bitte füllen Sie folgende Dokumente aus und reichen Sie diese gwb@alice.ch ein:

Spätestens fünf Tage vor dem Besuch müssen Sie der Expertin/dem Experten die relevanten Unterlagen zur Ausbildungssequenz (Beschreibung und Planung) zukommen lassen.

Folgende formalen Vorgaben sind zu beachten:

Praxisdemonstration

  • Die Praxisdemonstration findet mit einer Gruppe von mindestens drei Teilnehmenden (mindestens 16 Jahre alt) statt.
  • Die schriftliche Beschreibung und Planung umfasst angestrebte Kompetenzen/Lernziele, eine Zeitplanung, eingesetzte Methoden, Medien und Ausbildungsmaterial.
  • Das Thema für die Praxisdemonstration stammt aus dem Fachgebiet der Ausbilderin/des Ausbilders.
  • Die Lernsituation ist auf eine geforderte Kompetenz oder auf gesetzte Lernziele ausgerichtet und folgt einer lernprozessorientierten Planung.

Prüfungsgespräch

  • Die Selbsteinschätzung und die Reflexion der Ausbilderin/des Ausbilders zur Planung und deren Umsetzung, dem Einsatz von Methoden und Medien sowie zum Verhalten der Gruppe und der Zielerreichung ist nachvollziehbar und aussagekräftig.
  • Die aus der Planung, der Durchführung und dem Feedback gezogenen Schlüsse für das eigene Handeln sind folgerichtig und klar formuliert.

Die Praxisdemonstration wird nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • Die formalen Vorgaben wurden eigehalten.
  • Lehr- und Lernformen sind lernprozessfördernd und zielorientiert eingesetzt.
  • Der Umgang mit den Teilnehmenden ist aufmerksam, unterstützend und wertschätzend.
  • Die Teilnehmenden werden in den Unterricht einbezogen, ihre aktive Teilnahme wird gefördert.
  • Die Ausbiderin/der Ausbilder wirkt authentisch, engagiert und präsent.
  • Die Rolle beim Leiten und Moderieren wird sicher gestaltet.
  • Anweisungen und Sachverhalte werden verständlich und nachvollziehbar kommuniziert, Zusammenhänge hersgestellt.
  • Die Interaktionen und das Verhalten in der Leitungsrolle sind der aktuellen Situation angepasst.
  • Die Umsetzung der Planung ist nachvollziehbar und diese kann bei Bedarf flexibel der aktuellen Situation angepasst werden.

Das Prüfungsgespräch wird nach folgenden Kriterien beurteilt:

  • Die formalen Vorgaben wurden eigehalten.
  • Die Durchführung der Ausbildungssequenz wird auf verschiedenen Ebenen kritisch reflektiert (unter Anderem: Verlauf des Lernprozesses, Erreichen der Lernziele, Einsatz von Methoden und Medien, Qualität der TN-Aktivität, Interaktion Leitung-TN und TN-TN).
  • Interaktionen, Verhaltensweisen oder Interventionen werden begründet (nach Bedarf auch mit Bezug zu theoretischen Modellen und Konzepten) und alternative Vorgehensweisen entworfen.
  • Das eigene Rollenverhalten wird kritisch reflektiert und mit dem eigenen Lernverständnis und eigenen Werten in Beziehung gesetzt.
  • Aus den Erkenntnissen der Reflexion werden Schlüsse für die didaktisch-methodische Planung und das Handeln der Ausbiderin/des Ausbilders abgeleitet.

Die Kompetenzen sind nachgewiesen, wenn alle Kriterien mit sehr gut / gut / oder ausreichend beurteilt sind.

Kontakt

Geschäftsstelle AdA
Gerry Weibel

Sachbearbeiter AdA Baukasten
Nationaler Koordinator eidg. Berufsprüfung Ausbilder/-in mit Fachausweis
+41 (0)44 319 71 62
gerry.weibel@alice.ch