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CONFINTEA VII 2022: Workshops für Weiterbildungsakteure vor der Weltkonferenz

  • 01.09.2021

Die siebte Weltkonferenz für Weiterbildung CONFINTEA findet 2022 in Marokko statt. Im Vorfeld ermöglicht der SVEB Weiterbildungsakteuren, sich mit zentralen Themen der Konferenz auseinanderzusetzen und Anliegen einzubringen. Am 20. Oktober 2021 findet der zweite Workshop zum Thema Professionalisierung statt.

Ziel der Workshop-Reihe ist es, regionale Schlüsselthemen der Weiterbildung zu identifizieren, die den globalen Diskurs in der nahen Zukunft bestimmen. Die in den Workshops erarbeiteten Resultate fliessen in den Vorbereitungsprozess zur CONFINTEA VII ein. 

Anmeldung zum nächsten Workshop

Der zweite Workshop vom 20. Oktober behandelt die Professionalisierung der Weiterbildung:Information und Anmeldung

Am 30. Juni hat der erste Workshop zum Thema Finanzierung (Video) stattgefunden.

Ausserordentliche Bedeutung der Weltkonferenz

Die alle zwölf Jahre stattfindende UNESCO-Weltkonferenz CONFINTEA (Conférence Internationale sur l'Education des Adultes) ist die einzige globale Konferenz für Erwachsenenbildung. Sie ist für die weltweite Entwicklung der Weiterbildung ausgesprochen bedeutend. Die CONFINTEA VII war ursprünglich für 2021 geplant gewesen, musste aber auf Grund der Corona-Krise um ein Jahr verschoben werden.

Die CONFINTEA ist eine internationale UNESCO-Konferenz der Kategorie 2, d. h. die Länderdelegationen werden i. d. R. von Regierungsvertreterinnen und -vertretern geleitet. Die Schweizer Delegation besteht voraussichtlich aus Bundesvertretern, Kantonsvertretern und dem SVEB als Vertreter der Zivilgesellschaft.

Dokumentation der Fortschritte

Ziel der CONFINTEA ist es, jeweils einen für alle Mitgliedsländer gültigen Konsens über den Zustand und die hilfreichsten Schritte zur Entwicklung der Weiterbildung bis zur nächsten Bestandsaufnahme zu gewinnen. Bis zur sechsten Konferenz erfolgten die Bestandsaufnahmen im Rhythmus der Konferenzen, also etwa alle zwölf Jahre. Seit 2009 steht dafür mit dem Weltbericht zur Erwachsenenbildung (GRALE) ein verfeinertes Instrument zur Verfügung. GRALE nimmt alle drei Jahre eine Inventur vor und benennt die notwendigen weiteren Schritte, um die formulierten Ziele bis zur nächsten Konferenz zu erreichen.

Die Umsetzung der CONFINTEA-Ziele erfolgt in der Schweiz über die für die Weiterbildung zuständigen Stellen der öffentlichen Hand wie z. B. dem SBFI oder den kantonalen Bildungsdirektionen – in Zusammenarbeit mit nichtstaatlichen Akteuren wie den Dachverbänden im Weiterbildungsbereich.

Grundlagen für die CONFINTEA VII

An der CONFINTEA VI 2009 verabschiedeten 144 Staaten ein politisches Abschlussdokument, den Belém-Aktionsrahmen. Dieses Dokument legt den Fokus auf die Weiterbildung für nachhaltige Entwicklung. 2017 fand in der Republik Korea die Konferenz zum Mid-Term Review of CONFINTEA VI statt. Sie untersuchte, welchen Beitrag die Weiterbildung zur Umsetzung der Agenda Bildung 2030 leisten kann und legte damit die Basis für die CONFINTEA VII von 2022. In deren Zentrum wird die weltweite Bildungsbeteiligung von Erwachsenen stehen.