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40 Millionen für Weiterbildungsoffensive gefordert

  • 14.06.2018

In einer am Donnerstag eingereichten Motion fordert Nationalrat Kurt Fluri (FDP, SO) einen substantiellen Kredit für die Aus- und Weiterbildung von Sozialhilfebeziehenden. Er stützt sich dabei auf die vom SVEB und der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe lancierten Weiterbildungsoffensive.

Sozialhilfebeziehende sollen dank Weiterbildung in den Arbeitsmarkt integriert werden. Für die Jahre 2021 bis 2024 soll der Bund dafür rund 40 Millionen Franken bereitstellen. Dies fordert der Solothurner FDP-Nationalrat Kurt Fluri in einer am Donnerstag eingereichten Motion. Er wird dabei von elf Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichnern verschiedener Parteien sowohl des bürgerlichen wie auch des grünen und linken Lagers unterstützt.

Fluri bezieht sich bei seinem Vorstoss auf die Weiterbildungsoffensive, welche die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) und der SVEB im Januar lanciert haben. Grundlage der Weiterbildungsoffensive ist die Schätzung von Experten aus dem Sozial- und Bildungsbereich, wonach 40 Prozent der Sozialhilfebeziehenden ohne Berufsabschluss und/oder mit ungenügenden Grundkompetenzen nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden können, sofern sie mit geeigneten Bildungsmassnahmen unterstützt werden.

Nicht zulasten anderer Bildungsbereiche

Die von Fluri geforderten 40 Millionen Franken würden massgeblich zur Umsetzung der Offensive betragen. Sie würden Finanzierungslücken schliessen, so SVEB-Direktor Bernhard Grämiger.

Die 40 Millionen Franken sollen im Rahmen der nächsten Förderperiode des Bereichs Bildung, Forschung und Innovation – für die sogenannte BFI-Botschaft 2021-2024 – als Kredit zusätzlich eingestellt werden. Grundlage dafür sind das Weiterbildungsgesetz (WeBiG) sowie das Berufsbildungsgesetz (BBG). Für Fluri wichtig: Die zusätzlichen Mittel sollen nicht zulasten anderer Bereiche in der Bildung gehen. (RS)

Nationalrat Kurt Fluri im Rat
FDP-Nationalrat Kurt Fluri will 40 Millionen Franken für die Aus- und Weiterbildung von Sozialhilfebeziehenden. (Bild: www.kurt-fluri.ch)