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Die revidierte Norm eduQua:2021 ist in Kraft

  • 15.12.2021

Das Schweizer Qualitätslabel für Weiterbildungsanbieter eduQua wurde umfassend überarbeitet und auf die aktuellen und künftigen Entwicklungen der Branche ausgerichtet. Die revidierte Norm eduQua:2021 ist am 15. Dezember 2021 in Kraft getreten. Ab 2022 können sich Weiterbildungsanbieter nach der neuen Norm zertifizieren lassen. Die Übergangsfrist dauert bis Juni 2025.

Ende November 2021 erteilte die Schweizerische Akkreditierungsstelle SAS die Freigabe von eduQua:2021 für die Zertifizierung durch akkreditierte Zertifizierungsstellen. Damit konnte der Schweizerische Verband für Weiterbildung (SVEB) als Träger des Labels die revidierte Norm am 15. Dezember 2021 in Kraft setzen.

Orientierung an aktuellen Entwicklungen

Inmitten einer wichtigen Umbruchphase der Weiterbildung überführt die neue Norm eduQua:2021 das Qualitätslabel in die Ära der Digitalisierung und Flexibilisierung. Die Norm nimmt die aktuellen Entwicklungen mit der wachsenden Vielfalt von Angeboten und Lern-Settings auf und berücksichtigt im Bereich Führung die Trends zur flexiblen und nachhaltigen Ausrichtung der Organisationen. Die klare und praxisbezogene Struktur unterstützt ein effizientes Qualitätsmanagement bei ganz unterschiedlichen Weiterbildungsinstitutionen. Neu ist die Durchlässigkeit zwischen eduQua und den wichtigsten anderen Labels klar geregelt.

(Re-)Zertifizierungen nach neuer Norm ab Februar 2022 möglich

Weiterbildungsinstitutionen können sich frühestens ab Februar 2022 nach der neuen Norm (re-)zertifizieren lassen. Bei der Umsetzung werden sie von der eduQua-Geschäftsstelle mit Informationen zu den zentralen Änderungen und den Vorteilen des revidierten Labels unterstützt. Im ersten Halbjahr 2022 wird die eduQua-Geschäftsstelle in allen Sprachregionen Schulungen für Anbieter und Interessierte durchführen.

Zertifizierungen nach der bisherigen Norm eduQua:2012 sind noch bis 30. Dezember 2022 möglich. Die entsprechenden Zertifikate bleiben bis spätestens 30. Juni 2025 gültig.

Umfassende Revisionsphase

Mit einem Expertenteam hat der SVEB seit Mitte 2019 intensiv an der Revision der eduQua-Norm gearbeitet. Um sicherzustellen, dass die neue Norm die Qualitätsentwicklung bei den Anbietern optimal unterstützt und die aktuellen Anforderungen der staatlichen Förderstrukturen aufnimmt, wurden alle Anspruchsgruppen im Vorfeld der Revision detailliert befragt. Ausserdem wurden wissenschaftliche Studien und aktuelle Tendenzen bei den Lernangeboten der Weiterbildung und im Bereich Führung berücksichtigt.

Dank umfassender Vorarbeiten und erfolgreichem Einbezug von Experten und Anspruchsgruppen war es möglich, die neuen Anforderungen an die Qualitätssicherung zu integrieren und das Label sowohl zeitgemäss als auch zukunftsfähig auszugestalten. Die Leitung des anspruchsvollen Revisionsprozesses lag bei Ueli Bürgi, seit 2019 Leiter der eduQua-Geschäftsstelle und zuständig für Qualitätssicherung und -entwicklung beim SVEB.

Für einen hohen Standard der Schweizer Weiterbildung

Mit über 1000 zertifizierten Institutionen ist eduQua das bekannteste und verbreitetste Qualitätslabel im Schweizer Weiterbildungsmarkt und auch im Ausland angesehen. Die revidierte Norm eduQua:2021 leistet einen wesentlichen Beitrag dazu, dass der Schweizer Weiterbildungsbereich auch in Zukunft qualitativ hochwertige Aus- und Weiterbildungen mit transparenten Qualitätsanforderungen sowie stetiger Qualitätssicherung und -entwicklung anbieten kann.

Dokumente und Informationen

Alle weiterführenden Informationen, die neuen eduQua-Dokumente und Unterstützungsangebote zum revidierten Label und Zertifizierungsprozess finden Sie auf www.eduqua.ch.