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Neue Impulse dank europäischen Projekten

  • 20.08.2019

Der SVEB beteiligt sich regelmässig an EU-Projekten. Bei der Auswahl liegt der Fokus auf solchen, die relevante Impulse für die Schweizer Weiterbildungslandschaft generieren.

von Flavian Cajacob

Dank dem Schweizer Programm zu Erasmus+ ist es dem SVEB möglich, sich an den EU-Projekten als Partner zu beteiligen. Die Zusammenarbeit der Schweiz mit der Europäischen Union im Bildungsbereich währt bereits mehr als zwanzig Jahre. Movetia, die Schweizer Agentur für Austausch und Mobilität, ermöglicht Schweizer Organisationen die Teilnahme.

Auf Langfristigkeit ausgerichtet

Das Portfolio an Projekten, an denen der SVEB beteiligt ist, umfasst momentan 13 Einträge. Das Hauptaugenmerk gilt Angeboten, die den generellen, langfristigen und auf den SVEB-Entwicklungsplan abgestimmten Zielen entsprechen. «Ganz besonders wollen wir mit unserem diesbezüglichen Engagement auf den Bedarf der hiesigen Weiterbildungslandschaft reagieren», sagt dazu Martina Fleischli, Projektverantwortliche seitens des SVEB. Deshalb gehören digitale Technologien, Grundkompetenzen und Kursleiterweiterbildung zu den Schwerpunktthemen.

Die Partnerschaft mit der EU ist auf beidseitigen Nutzen ausgelegt. «Während die Schweiz vor allem in den Bereichen Beratung, Begleitung sowie Digitalisierung von den EU-Partnern profitieren kann, legen wir unsererseits viel Erfahrung hinsichtlich der Ausbildung der Ausbildenden oder mit der Qualitätssicherung in die Waagschale», weist Fleischli auf einen aktiven Austausch zwischen den einzelnen Ländern und Organisationen hin.  «Jeder Partner hat ein spezifisches Know-how und jahrelange Erfahrung, von der die anderen letztendlich profitieren können.»

Grosses Interesse am GO-Modell des SVEB

Ein gutes Dutzend Projekte jährlich hat der SVEB in der Vergangenheit gemeinsam mit Partnern aus dem EU-Raum realisiert. Auf grosses Interesse gestossen ist beispielsweise das GO Modell aus dem Fundus des SVEB. Das Good-Practice-Modell zur arbeitsplatzorientierten Förderung der Grundkompetenzen wird im Deutschen Bundesland Niedersachsen angewendet und von den Bildungswerken der Deutschen Wirtschaft als Methode der Wahl eingesetzt.

Das Know-how des SVEB bei der arbeitsplatzorientierten Förderung der Grundkompetenzen fliesst zum Beispiel in das aktuelle Projekt ProfiTrain ein, welches ein «Train-the-Trainer»-System für die arbeitsplatzorientierte Förderung der Grundkompetenzen entwickelt und pilotiert. Als äusserst gelungenes Beispiel der binneneuropäischen Projektentwicklung erachtet Martina Fleischli das Programm DIDO, welches mögliche Ausbildungsabbrüche in einem frühen Stadium detektieren und Ausbildungsabbrecher rasch wieder in den Prozess involvieren soll. Die Projektpartner aus Belgien und Finnland steuern beispielsweise Ressourcen bei, die Kursleitende in der individuellen Beratung und Begleitung von Kursteilnehmenden unterstützen.

EU-Projekte vorgestellt:

Die Liste der laufenden EU-Projekte, an welchen der SVEB beteiligt ist, finden Sie hier.